Jedem Tierchen sein Pläsierchen

Kommentar zu dem Artikel von Horizont.net zur Panorama-Sendung am 7. Juli im Ersten:

Liebe Fernsehmacher, egal ob öffentlich-rechtlich oder privat, wo liegt euer Problem? Das heutige Fernsehen bietet mit seinen verschiedensten Sendern Programme für jeden Geschmack. Was mir nicht gefällt, das schau ich auch nicht. Egal ob der Sender öffentlich-rechtlich ist oder nicht. Und so machen es auch viele andere.

Es gibt so viele Sendungen, da merkt der aufmerksame Zuschauer doch direkt, dass das alles nur gestellt ist. Er schaut die ganze Sendung einfach, weil sie ihm gefällt. Es ist leichte Kost, aber sie lenkt vom eigenen, oft grauen, Alltag etwas ab.

Der Zuschauer, der alles glaubt, was das Fernsehen angeblich „Mitten aus dem Leben“ zeigt, ist doch ziemlich naiv und somit sind diese Zuschauer doch genau DIE Zielgruppe, die diese Fernsehmacher haben wollen. Hohe Einschaltquoten am Nachmittag garantieren gute Werbe-Einnahmen.

Ach so, wer sind die Zuschauer dieser Sendungen eigentlich? Wer ist zu diesen Sendezeiten zu Hause und hat auch die Zeit, die Sendungen zu verfolgen? Vielleicht zeigen die gespielten Szenen tatsächlich das „Mitten im Leben“, nämlich das der Zuschauer?

Durch die unterschiedlichen Schwerpunkte in euren Programmen kommt ihr euch doch eh nicht in die Quere. Vergleicht es doch einfach mit einem großen Einkaufszentrum. Die Geschäfte dort bieten auch eine große Vielfalt für ihre Kunden an und existieren doch friedlich nebeneinander.

Lasst doch einfach jedem Tierchen sein Pläsierchen, denn wenn dem Zuschauer gar kein Programm gefällt, kann er immer noch ausschalten. Alternativen zum Fernsehen gibt es genug. Und dies sollten sich Fernsehmacher vor Augen halten.

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