Gedanken für Dich

Du lebst wohl in dem Glauben
Du könntest Dir alles erlauben
Du kommst herein und brüllst
Sagst mir so, was Du willst

Ich mich dem Gesagten nun fügen soll
Doch sag ich nicht – ja General, jawohl
Ich steh auf und sage Dir
Behandle mich nicht wie ein Tier

Ich bin kein Hund und komm nicht angerannt
Wenn das Pfeifen des Herrchens hab erkannt
Kein Esel – egal was ich von Dir höre
Ich laufe nicht her hinter einer Möhre
Kein Pferd, das springt im Galopp
Wenn Du sagst jetzt aber hopp hopp

Egal wie laut Du brüllst und schreist
Und meinen Stuhl wie einen Mond umkreist
Ich würd gern helfen – alles kein Problem
Wärst Du doch nur nicht so unangenehm
Ein nettes Wort hier – ein Lächeln da
Doch von Dir ist das leider rar
Du schreist und polterst laut und mächtig
Und fühlst Dich dabei noch super prächtig

Du armer Mensch, laut sage ich es Dir
Auch Du stehst eines Tages vor der Tür
Und brauchst die Hilfe eines Andern
Wirst von Haus zu Haus nur wandern
Keiner öffnet, geschlossen bleiben Tür und Tor
Frierend stehst Du hungrig und durstig davor
Denn ohne Freundschaften ist das Leben
Als hätte es nie Essen, Trinken und Wärme gegeben

Wärest Du nur netter gewesen
Und nicht wie ein Hexenbesen
So wären Freunde zu Dir gekommen
Und hätten Dich an die Hand genommen
Selbst ich wäre unter diesen
Die dich nicht fallen ließen
Doch Du bist und bleibst wie Du bist
Dann hast Du ihn irgendwann, den Mist

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