Wer die Toten stört

von Carolyn Haines (Titel der amerikanischen Orginalausgabe „Them Bones“)

Sarah Both lebt im Mississippi Delta und ist alles andere als eine Gewinnerin des Lebens. Die 30 überschritten, ohne Mann, ohne Job, verschuldet und dann ist da noch Dahlia House, der geerbte Familienbesitz, den sie unterhalten muss. Die Geldnot „zwingt“ sie schließlich zu einem Verbrechen. Sie entführt den kleinen Hund von Tinkie und fordert Lösegeld. Da Sarah auch eine Freundin von Tinkie ist, bittet diese Sarah um ihre Hilfe bei der Geldübergabe. So kommt Sarah nicht nur an Geld, sondern findet sich plötzlich in einer 20 Jahre alten Mordgeschichte wieder. Ihre Freundin Tinkie erzählt ihr, dass ihr Jugendschwarm Hamilton Garrett V. zurückgekehrt ist. Durch dessen Auftauchen verändert sich alles, denn angeblich hat dieser seine Mutter ermordet. Er kommt Sarah sehr nahe – zu nah?


Fazit
Anfangs kam mir die Geschichte um Sarah Both „gespenstisch“ vor, denn sie unterhält sich in diesem Roman mit Jitty – ihrem „Hausgespenst“. Doch im Laufe des Buches gewann ich Jitty immer lieber, denn sie übernimmt die Rolle der besten Freundin einer Frau, die alleine auf einer alten Plantage lebt.

Von Kapitel zu Kapitel wird Sarah Both neugieriger und steckt ihre Nase, ganz nach Detektiv-Manier, in Dinge, die sie nichts angehen. Oft genug erhält sie die Warnung, die Vergangenheit ruhen zu lassen und mit ihren Nachforschungen aufzuhören. Doch Sarah bleibt an der Geschichte dran und bringt sich damit in Gefahr.

Die Personen in diesem Roman sind sehr gut beschrieben und machen diesen spannenden Roman liebenswürdig – sofern dies ein Krimi sein kann. Am Ende des Buches führt die Autorin ein Interview mit Jitty. Dort ist zu erfahren, dass dies nicht der letzte Fall von Sarah Both sein dürfte.

schmetterling5

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