Die vergessenen Worte

von Liz Trentow (Titel der Originalausgabe: „The Forgotten Seamstress“)

Es beginnt mit Kassetten aus dem Jahr 1970. Die Aufnahmen stammen von Patricia Morgen, die im Rahmen ihrer Forschungsarbeit Maria Romano interviewt. Die alte Frau erzählt von ihrer Kindheit und Jugend sowie von ihrer großen Liebe – welche „prominente Person“ dies ist, verrate ich hier noch nicht. Doch kann man einer Insassin einer Nervenheilanstalt glauben, oder ist ihre Geschichte reine Fantasie und Realitätsferne, wie die behandelnden Ärzte behaupten? Ihre große Leidenschaft sind Näharbeiten.

Im Laufe ihres Lebens fertigt Maria einen Quilt an. Dieser wird 2008 das Leben von Caroline von Grund auf verändern. Sie entdeckt ihn bei Räumungsarbeiten im Haus ihrer Mutter. Nachforschungen ergeben, dass für diesen Quilt auch May-Stoffe verwendet wurden. Kostbare Stoffe, doch wie kommt ein solcher Quilt in den Besitz von Carolines Familie? Als er gestohlen wird, scheinen die Nachforschungen zu enden. Doch Caroline kann mit Hilfe von Ben, einem Lokalreporter, und ihrer Freundin immer weiter Licht in die rätselhafte Geschichte des Quilts bringen.

Nachdem Caroline auf die Kassetten gestoßen ist und Marias Geschichte kennenlernt, zeigt sich, dass Maria ihre Lebensgeschichte über diesen Quilt erzählt hat. Dieser birgt mehr Geheimnisse, als gedacht.

Eine wunderbare Geschichte über das Schicksal zweier Frauen, deren Leben auf wundersame Weise miteinander verwoben scheinen. Die Erzählweise durch die Kassetten lassen den Leser fast selbst vor dem Rekorder sitzen und der alten, rauchigen Stimme von Maria lauschen.

schmetterling4

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