Im Schatten der Purpurbuche

von Joël Tan

Svea führt ein schönes Leben, sie hat zwei Freundinnen, auf die sie sich immer verlassen kann. Ihr Verlobter Marc ist der Mann ihrer Träume – scheinbar. Einzig ihre Chefin macht ihr das Leben schwer. Bei der Einteilung der Pflegedienstmitarbeiterinnen bereitet es ihrer Chefin Freude, ausgerechnet Svea die etwas spezielleren Patienten zu geben.

Dann kommt der Tag mit dem Besuch auf dem Bremer Freimarkt. In ausgelassener Stimmung lässt sich Svea zum Handlesen und Loseziehen überreden. Und tatsächlich, Svea gewinnt den Hauptpreis, eine Reise in ein früheres Leben.

Medina, die Hellseherin, begleitet Svea auf ihrem Weg, wenn auch anfangs etwas widerwillig. Doch es gibt eine tiefere Verbundenheit zwischen ihnen, als beide ahnen. Als Svea die Pflege von Richenza Haghene übernimmt, lernt sie dessen Sohn Bero kennen. Svea bekommt in seiner Gegenwart ein merkwürdiges Gefühl.

Ebenso, wenn sie auf Orte stößt, die sie aus ihrer Rückführung zu kennen glaubt. Hat eine Rückführung wirklich solche Einflüsse auf das eigene Leben? Ist es überhaupt ein „echtes“ Leben oder einfach das Unterbewusstsein, welches sich meldet? Sveas Freundin Pia begibt sich auf Recherche und stellt fest, dass es die Familien und Personen wirklich gegeben hat. Nur was könnte die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verbinden?

Das Buch ist einfach wundervoll. Die Geschichte von Svea und all ihren Erlebnissen nach der Begegnung mit Medina ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Der Leser begibt sich nicht nur auf eine Zeitreise (keine Angst, es ist definitiv kein „historischer“ Roman), sondern merkt auch, dass es mehr geben könnte – als er vielleicht glaubt. Und egal, ob jemand an Rückführungen glaubt oder sie für Unsinn hält, in diesem Buch sind die Rückführungen die Schlüssel zur Wahrheit. Über die Liebe können zwei Liebende verbunden sein – über alle Zeiten hinweg.

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