Ich schreib Dir sieben Jahre

von Liz Balfour

Als der Gesundheitszustand ihrer Mutter Ally von London zurück nach Irland zwingt, macht Ally eine Entdeckung. Alles, was sie glaubte über ihre Eltern zu wissen, wird in Frage gestellt. Sie findet im Haus ihrer Mutter Liebesbriefe eines M. an ihre Mutter. Diese Briefe stammen alle aus einer Zeit vor ihrer Geburt. War M. die große Liebe ihrer Mutter gewesen?

Durch die Briefe von M. erfährt Ally die ganze Wahrheit über das merkwürdige Verhalten ihrer Mutter. Sie lernt eine andere Mutter kennen, als die Frau, bei der sie aufgewachsen ist. Allys Eltern haben sie als Mädchen zu Verwandten nach London gegeben, damit sie dort auf einem Internat die Ausbildung erhält, die ihr in der Heimat niemand geben konnte. Dies konnte Ally, mit der damals nicht darüber gesprochen wurde, ihrer Mutter nicht verzeihen, und so ist das Verhältnis der beiden Frauen nicht einfach.

Von den anderen Problemen, denen Ally ausgesetzt ist, ganz zu schweigen. Ihr Ehemann Benjamin, Freundin Kate und Eoin, ein guter Freund ihrer Mutter, sorgen zudem in Allys Leben für ein kleines (Gefühls-) Durcheinander. Zwangsläufig stellt sich Ally die Frage, wer sie eigentlich ist und ob es das ist, was sie sein möchte.

Eine Geschichte über Familie und Geheimnisse, zauberhaft erzählt von Liz Balfour. Um die Zeitgeschehnisse der Zeit, aus der die Briefe stammen, verstehen zu können, ist ein kleines Irland-Lexikon am Ende des Buches. Es erläutert die wichtigsten Begriffe und Hintergründe zu der damaligen Zeit. Doch keine Angst, es ist kein politischer Roman. Die erläuterten Begriffe liefern beim Lesen der Briefe von M. einfach nur Hintergrundinfos.

Das Buch fesselt, und man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Briefe sind zwischen den einzelnen Kapiteln und bringen so den Leser schon auf die eine oder andere Spur, wie es weiter gehen könnte, bevor Ally einen Schritt näher an das Geheimnis kommt.

schmetterling5

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