Haus des Sturms

von Titania Hardie (Titel der Originalausgabe: „The House of the Wind“)

Madeline Moretti verliert ihre große Liebe bei einem Unfall. Von ihrer Großmutter bekommt sie eine Reise in die Toscana geschenkt. Dort kann sie ihre Trauer langsam überwinden. Madeline ist beruflich zudem stark eingebunden und muss ihren Urlaub abbrechen. Denn die Anwaltskanzlei, für die sie arbeitet, vertritt Klienten, die durch ihre Arbeit erkrankt sind. Die Firma streitet alles ab und es gilt, Beweise beizubringen und mit Zeugen zu reden.

Mia lebt im 14. Jahrhundert in der Toscana. Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie nicht mehr gesprochen. Ihre Tante hat sie bei sich aufgenommen, und gemeinsam kümmern sie sich um Pilger, die auf dem Pilgerweg wandern und bei ihnen einkehren. Als ein Paar bei ihnen auftaucht, schafft die Frau es, Mia wieder zum Reden zu bringen. Sie werden auch zu guten Freunden. Dann kommt der schwarze Tod nach Italien.

Statt einer Geschichte um ein Haus und ein damit verbundenes Familiengeheimnis erwarten den Leser zwei Geschichten. Madeline, welche versucht, Trauer und Beruf zu meistern, und Mia, welche ihre Sprache wiederfindet und dadurch ihre Vergangenheit überwinden kann.

Das Buch hat es nicht geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Es war an einigen Stellen langatmig, allerdings wurde die Landschaft der Toscana schön beschrieben. Auch die Trauer von Madeline kam gut rüber, fast alle anderen Personen und Situationen waren trotz der vielen Seiten blass dargestellt – eine Ausnahme waren die beiden erkrankten Klientinnen und ihr jeweiliges Schicksal. Diese schaffen es, den Leser bei dem Buch zu halten. Allerdings wäre eine Komprimierung der Geschichte auf weniger Seiten und eine bessere Darstellung mancher Figur sinnvoll gewesen.

schmetterling2

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