Das Jade-Medaillon

von Victoria Lundt

Die Auswanderin Helene hat ihren Traummann geheiratet. Doch Erich sieht in Helene nur ihre Schwester, die er zwar liebt, aber Amelie hat sich für einen anderen Mann entschieden. Dann sieht Helene, wie Erich ihre Schwester küsst. Enttäuscht von ihrem Mann und Schwester stürzt sie sich Klippen hinunter. (Wie genau sich dies alles zugetragen hat, ist nachzulesen in „Der Kuss der Schmetterlinge“ von Victoria Lundt)

Im November 1914 lebt Helene im Tal der Lotusblumen. Sie ist Krankenschwester und kümmert sich auch um Waisenkinder. Auch in China herrscht Krieg, doch im Tal ist er noch nicht angekommen. Dann lernt sie Kang kennen, der schwer verletzt vor dem Krankenhaus aufgefunden wird. Doch dieser verschwindet nach kurzer Zeit spurlos.

Dafür taucht Erich auf. Er hat Helene verzweifelt gesucht, denn viel zu spät hat er gemerkt, wie sehr er sie liebt. Doch die Zeiten werden immer unsicherer, und das Chinesische Rote Kreuz beschließt, das Krankenhaus zu schließen. Während der langen Reise zu dem Bahnhof, an dem der Zug wartet, werden einige schwierige Situationen zu meistern sein. Überraschungen mit eingeschlossen.

Die Geschichte von Helene ist die Weitererzählung des Romans „Der Kuss der Schmetterlinge“. Denn sie ist nicht tot, sondern hat ein neues Leben begonnen. Mit viel Gefühl schildert Victoria Lundt die schwierige Zeit, in der Helene und Erich sich wiedersehen. Es ist ein guter Roman, und der Leser begleitet Helene auf ihren Weg, der nicht immer einfach ist.

Der Roman ist eine abgeschlossene Handlung. und man muss nicht unbedingt „Der Kuss der Schmetterlinge“ lesen, es ist aber ratsam. In diesem Roman lernt man nicht nur die „alte Helene“, sondern auch viel über das damalige Leben der Deutschen im chinesischen Tsingtau kennen.

3 von 5 Schmetterlingen
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