Die Schuldlosen

von Petra Hammesfahr

Alex Junggeburt kehrt nach Jahren im Gefängnis in sein Heimatdorf zurück. Der Mörder von Janice Heckler wurde vorzeitig entlassen, und seine Rückkehr löst natürlich keine Begeisterung bei den Dorfbewohnern aus. Einige Bewohner befürchten seine Rache (immerhin haben sie vor Gericht gegen ihn ausgesagt), andere befürchten, dass bald wieder etwas passieren wird.

Dabei verlief das Leben von Alex nicht einfach. Als er ein Kind war, wurde er noch von den Dorfbewohnern bemitleidet. Als Jugendlicher jedoch fiel Alex negativ auf und bekam so einen schlechten Ruf.

Kann er nun ausgerechnet in diesem Dorf mit seiner Vergangenheit ein normales Leben führen? Konflikte sind eindeutig vorprogrammiert.

Petra Hammesfahr ist neben einem spannenden Roman auch ein guter Einblick in das soziale Miteinander einer Dorfgemeinschaft gelungen. Wie damit umgehen, wenn ein verurteilter Mörder wieder in die Nachbarschaft zieht? Stückchen für Stückchen gibt die Autorin einen Einblick in Alex‘ Vergangenheit und zeigt auf, wie er werden konnte, was er wurde. Auch Nebenfiguren hat Hammesfahr gut herausgearbeitet. Dadurch bekommt der Leser ein Gefühl für die Gemeinschaft des Dorfes.

„Die Schuldlosen“ ist ein Roman, der aufzeigt, dass in einer Gemeinschaft Dinge oft nicht so sind, wie sie scheinen. Da es Rückblicke gibt, kann man die Entwicklung der einzelnen Charaktere verfolgen und von der ein oder anderen Figur auch überrascht werden.

4 von 5 Schmetterlingen
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