Zoo City

von Lauren Beukes (Originaltitel: „Zoo City“)

ACHTUNG * SPOILER *

Johannisburg in der Gegenwart – und doch ist vieles anders. Straftäter sind an einem Tier zu erkennen, welches sie ständig bei sich führen müssen. Eine Art innere Verbindung lässt eine größere Entfernung zwischen Mensch und Tier nicht zu. Diese Menschen werden „Getierte“ genannt.

Nach dem Tod ihres Bruders wird Zinzi December zu einer solchen „Getierten“. Ein Faultier und die magische Fähigkeit, verlorene Dinge wiederzufinden, gehören nun zu ihrem Alltag. Zinzi hat bei ihrem Dealer Schulden, die sie bei ihm abarbeiten muss. Da erhält Zinzi den Auftrag das Pop-Sternchen Songweza zu finden. Sehr lukrativ, und daher nimmt sie den Auftrag an. Wie gefährlich sich die Suche entwickelt, kann Zinzi noch nicht ahnen.

Zoo City hat gute Ansätze. Die Idee, Verbrecher zu kennzeichnen, in dem ein Tier sie zukünftig begleitet, ist nicht schlecht. Doch warum erhält ein Getierter ein Faultier, einen Hund, eine Ratte, einen Schmetterling, einen Vogel oder was auch immer? Soll das Tier auf irgendeine Charaktereigenschaft hinweisen? Hierauf bekommt der Leser keine Antwort.

Von der im Klappentext beschriebenen „Wahrheit über die Getierten“ gibt es keine Spur. Die Protagonisten leben am Rande der Gesellschaft, und daher spielt die Geschichte größtenteils im entsprechenden Milieu ab. Wie die Menschen dort leben müssen, ist gut beschrieben und kann auch als Gesellschaftskritik verstanden werden. Die Autorin setzt dabei auf den Konflikt zwischen Getierten und Un-Getierten.

Empfehlen kann ich das Buch leider nicht.

Aufgrund der gut umgesetzten Gesellschaftskritik gibt es einen Bonuspunkt.

2 von 5 Schmetterlingen
2 von 5 Schmetterlingen
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