Das Zauberhaus

von Peter S. Beagle (Originaltitel: „Tamsin“)

Jenny lebt mit ihrer Mutter in New York. Diese heiratet wieder, und gemeinsam ziehen sie zu Jennys Stiefvater nach Dorset in ein altes Herrenhaus auf dem Land. Dort begegnet Jenny dem Geist einer jungen Frau, Tamsin, die vor 300 Jahren in diesem Haus lebte und starb. Tamsin und Jenny freunden sich an – sofern eine Freundschaft zwischen Geistern und Menschen möglich sein kann.

Tamsin hat ihren Frieden noch nicht gefunden, und Jenny möchte ihr dabei helfen. Sie ahnt nicht einmal, wie tief sie dadurch in das Reich von Geistern und Legenden eintauchen wird.

Die Geschichte wird rückblickend von Jenny erzählt. Es war etwas schwer, in die Erzählweise hineinzufinden, aber irgendwann war es geschafft. Jenny begegnet Fabelwesen, bei denen nicht einfach zwischen Freund und Feind unterschieden werden kann. Zudem ist Jenny, die einzige, die Tamsin und die Anderen sowohl sehen als auch hören kann.

Jennys Abenteuer lassen den Leser in die Welt der Fantasie eintauchen und die Realität für wenige Stunden vergessen. Auch wenn die Geschichte schleppend beginnt, so nimmt sie immer mehr an Fahrt und Spannung auf. Die beschriebenen Figuren werden förmlich vor den Augen lebendig.

Die Nebenfigur „Herr Kater“ darf ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Er freundet sich mit Tamsins Katze – ebenfalls ein Geist – an. Beide Tiere haben liebenswürdige Marotten und Eigenheiten, die einen schmunzeln lassen. Insbesondere Katzenbesitzer werden an der ein oder anderen Stelle vielleicht sogar ihre eigene Katze wiedererkennen.

Obwohl „Herr Kater“ nicht sprechen kann, sagt er doch sehr viel. Zusammen mit Jenny bildet er ein unschlagbares Team. Einzig der deutsche Titel ist etwas irreführend. Eine Art „Zauberhaus“, wie ich es mir vorgestellt habe, kam nicht darin vor.

3 von 5 Schmetterlingen
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