Der Campus

von Dietrich Schwanitz

Was passiert mit einem angesehenen Uni-Professor, dem Vergewaltigung vorgeworfen wird? Gerade als Prof. Hackmann seine Affaire mit Babsi beenden möchte, beginnt sein Abstieg.

Er gerät in einen Strudel von Politik, Klüngeleien und parteiischer Presse, für die er ein gefundenes Fressen ist. Hinzu kommt, dass es die Zeit der ersten Frauenbeauftragten ist, die das Parkett der Universität betreten. Natürlich kommt für diese der „Fall Hackmann“ genau richtig. Hanno Hackmann versucht alles, um seinen Hals zu retten – seine Gegenspieler wiederum tun alles, um sich selbst und den guten Ruf der Universität zu schützen.

„Der Campus“ zeigt, wie schnell aus einer Affaire eine Hetzjagd werden kann. Welche Fäden im Hintergrund gezogen und welche Deals getroffen werden. Leider hat mich das Buch nicht fesseln können. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass es an einer Universität so zugehen könnte, jedoch fand ich keinen Zugang zur Geschichte.

Wie Kaugummi zog sich die Erzählung dahin. Schade, denn die Grundidee der Geschichte ist gut. Der Roman aber liest sich eher wie ein Sachbuch. Dieses Buch kann gefallen oder auch nicht – es ist definitiv Geschmackssache.

2 von 5 Schmetterlingen
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