Das böse Kind

von Sabine Kornbichler

Michaela Breuer gerät scheinbar grundlos in Panik. Sie läuft auf die Straße, wird von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Mit der Verwaltung des Nachlasses wird die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo beauftragt. Diese entdeckt im Nachlass Hinweise, dass Michaela etwas Schreckliches passiert sein muss. Kristinas detektivischer Spürsinn wird geweckt. Sie möchte wissen, was hinter der plötzlichen Panik von Michaela steckt. Privat muss Kristina einige Entscheidungen treffen, die nicht gerade einfach sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Nachlassverwalterin Mahlo auf den Spuren des Verbrechens wandelt. So erfährt der Leser Ereignisse aus ihrem Privatleben, die sich in den vorherigen Romanen abgespielt haben. Für Leser, die die vorherigen Romane nicht kennen, wird vielleicht etwas zu viel Hintergrundwissen gegeben. Was diesen Teil des Buches angeht, sollten die Bücher besser in Reihenfolge gelesen werden, damit auch bei diesen Büchern die Spannung hoch bleibt.

Die Geschichte um Michaela Breuer ist abgeschlossen. Hier sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Lange bleibt die Frage nach den Erlebnissen von Michaela unbeantwortet. Gemeinsam mit Kristina rätselt der Leser, was ein altes Tagebuch aus einem anderen Nachlass mit Steinmännchen zu tun hat. Von diesen finden sich nämlich jede Menge Fotos auf Michaelas Laptop.

Sabine Kornbichler lenkt Protagonistin und Leser zu mehreren Verdächtigen. Der gute Schreibstil sorgt für ein schönes Leseerlebnis. Auch das Ende war etwas anders, als erwartet. Die Figuren des Romans kommen ohne Ausnahme realistisch beim Leser an. Diese Geschichte könnte genau so passiert sein oder passieren. Alles ist stimmig. Bei zukünftigen Spaziergängen dürfte man Steinmännchen am Wegesrand mit etwas anderen Augen sehen.

Ein tolles Buch, welches ich empfehlen kann.

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen
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