Der Tag, an dem ich unsichtbar wurde

von Jack Dann (Originaltitel: „The Silent“)

Es ist ein Sonntag im März 1862, der das Leben des jungen Mundy für immer verändert. Mit seinen 14 Jahren erlebt er die Hölle des Amerikanischen Bürgerkrieges. Mundy verliert seine Eltern auf grausame Weise und ist nun ganz alleine auf sich gestellt. Zu viel für seine empfindsame Kinderseele.

In einer Art Tagebuch beschreibt Mundy dem Leser, welche Grausamkeiten er nach dem Tode seiner Eltern ertragen musste. Seine Fantasie und die Wirklichkeit mischen sich mit Erinnerungen und Halluzinationen. Diese Mischung macht es dem Leser schwer, der Geschichte zu folgen.

Schonungslos sind die Schilderungen von sterbenden Soldaten, den Kämpfen und dem allgegenwärtigen Tod. Es ist definitiv kein Buch für zart besaitete Leser, das Buch ist schwere Kost. Der Leser bekommt viele Einzelheiten und kleine Erlebnisse von Mundy erzählt, die den damaligen Alltag und Zeitgeist widerspiegeln. Die Worte, die Mundy wählt, sind hart und er verwendet die Begriffe seiner Zeit. Er ist ein Südstaaten-Kind und akzeptiert den Krieg trotz all der Schrecken als gegeben. Nur dank der Erschaffung seiner eigenen Welt aus Geistern, Magie und Obsessionen überlebt er irgendwie.

Auch wenn es nur ein fiktives Tagebuch ist, so nimmt es den Leser emotional mit. Es ist ein ergreifendes Antikriegsbuch unserer Zeit.

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen
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