Eiskaltes Spiel

von Melinda Metz (Originaltitel: „Gifted Touch“ / Übersetzung: Dorothee Haentjes)

rezension

Rae Voights hört plötzlich Stimmen. Es sind die Gedanken fremder Menschen. Das bringt ihr einen Aufenthalt in der Psychiatrie. Dort lernt sie Anthony kennen, der ihr immer mehr zu einem guten Freund wird. Doch irgendjemand trachtet Rae nach dem Leben und versuchte bereits im ersten Roman der Reihe „Todliche Gedanken“ sie zu töten.

„Eiskaltes Spiel“ ist der zweite Teil einer Reihe um Rae Voights und ihrer besonderen Begabung. Der Ausgang des ersten Romans ist somit klar, Rae überlebt, sonst gäbe es keinen zweiten Teil. Doch was genau im ersten Teil geschah, bleibt im Dunkeln. Da diese ganzen Einzelheiten nicht erzählt werden, kann Teil eins auch nach dem Lesen von Teil zwei noch ein wenig Spannung bieten.

Wer Rae nach dem Leben trachtet, bleibt immer noch ein Rätsel. In „Eiskaltes Spiel“ verschwindet Jesse, ein Freund von Anthony, spurlos. Rae und Anthony machen sich auf die Suche nach ihm, dabei haben beide schon genug eigene Probleme.

Melinda Metz ist ein guter Jugendroman gelungen. Geschickt verwebt sie die Haupthandlung um Jesses Verschwinden mit den vielen Problemen, die Teenager in ihrem Alter haben. In einfacher Sprache gehalten, dürfte die Geschichte trotzdem bei der Zielgruppe für eine leichte Gänsehaut sorgen.

Mir selbst war der Spannungsbogen nicht straff genug. Bis zum Schluss bin ich den Figuren nicht nahe gekommen. Da ich jedoch auch nicht die Zielgruppe dieses Romans bin, fällt dies aber nicht besonders ins Gewicht. Jugendliche dürften an dieser Geschichte ihren Spaß haben.

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

Verlag: Egmont Schneiderbuch (2002)
Seitenzahl: 256 Seiten
ISBN: 9783505118494

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