ZORN – Wie sie töten

von Stephan Ludwig

rezension

Von Zeugen unbemerkt wird ein Mensch vor eine einfahrende S-Bahn gestoßen. Alles spricht für Selbstmord, und so muss sich Kommissar Zorn auch nicht mit dieser Angelegenheit beschäftigen. Zorn hat sowieso ganz andere Sorgen. Er will seinen Kollegen Schröder wieder zurück, doch Schröder hat sich entschieden, nicht mehr als Polizist zu arbeiten. Es geschehen weitere Morde, und der Mörder kommt ihnen und den Menschen, die sie lieben, gefährlich nahe.

Es ist der vierte Fall von Zorn und Schröder. Die Romane sollten in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden, da sich die Charaktere weiterentwickeln. Der Fall an sich ist abgeschlossen.

Diese Geschichte wird der persönlichste Fall von Zorn und Schröder. Was langsam beginnt, entwickelt sich zu einem emotionalen Thriller. Die Suche nach dem Täter und das Privatleben der Kommissare werden wunderbar miteinander verwebt. Autor Stephan Ludwig gibt den Figuren Raum zur Weiterentwicklung. Die spezielle Freundschaft von Zorn und Schröder schreitet weiter fort. Schon früh bekommt der Leser Hinweise auf den Täter. Doch oft genug führen diese in die Irre.

Der Schreibstil ist gut, und das Buch liest sich flüssig. Wieder bekommt der Leser die inneren Gefühle und Gedanken Zorns mit und versteht so sein Handeln besser, als es die Figuren im Roman je könnten.

Den vierten Fall kannte ich bereits aus dem Fernsehen und finde ihn gut umgesetzt. Mein „Kopfkino“ hat mir dabei immer wieder die Filmszenen vorgespielt, und trotzdem war die Spannung immer auf einem hohen Level.

Am Ende des Buches gibt es noch ein winzig kleines Interview mit Zorn. Mit jedem Buch mag ich Zorn und Schröder mehr. Die beiden sind ein tolles Gespann, und ihre Entwicklung ist bestimmt noch nicht abgeschlossen. Für mich ist es der bisher beste Roman aus der „Zorn-Reihe“.

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen

Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seiten: 416
2. Auflage November 2014
ISBN: 978-3-596-19861-0

Bereits aus der Reihe gelesen:
» ZORN – Tod und Regen
» ZORN – Vom Lieben und Sterben
» ZORN – Wo kein Licht

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