Beim Leben meiner Tochter

von Michel Bussi (Originaltitel: „Ne lâche pas ma main“ / Übersetzung: Eliane Hagedorn und Barbara Reitz)

rezension

Es sollte ein schöner Urlaub auf der Insel La Réunion werden. Liane, ihr Mann Martial und ihre sechsjährige Tochter Josapha verbringen im Hotel Alamanda eine unbeschwerte Zeit. An einem Tag möchte Liane nur kurz in das Hotelzimmer gehen, sie kehrt jedoch nicht zurück und bleibt spurlos verschwunden. Alle Hinweise deuten auf ein Verbrechen hin. Der Täter soll ihr Ehemann Martial sein. Doch bevor die Polizei ihn verhaften kann, begibt er sich mit seiner Tochter auf die Flucht.

Was für ein spannender Roman. Michel Bussi nimmt den Leser mit auf die Suche nach den Hintergründen. Die Geschichte ist sehr emotional, nicht zuletzt durch die kurzen Einblicke in Josaphas Gedanken. Immer wieder die Zweifel, wer Martial wirklich ist. Opfer? Täter? Hat er gar eine psychische Störung? Die Polizei kommt ihm immer näher. Wird er seiner Tochter etwas antun, wenn er weiß, dass die weitere Flucht sinnlos ist?

Dieses Gefühls-Chaos während des Lesens sorgt dafür, dass man förmlich am Buch klebt. Seite um Seite, bis endlich die Auflösung für den Leser die Erlösung bringt. Der gute Schreibstil und die geschickte Platzierung von Hinweisen und Wendungen tragen zum Lesevergnügen bei.

Zu Beginn des Buches gibt es eine Skizze von La Réunion, auf der die wichtigsten Orte eingetragen sind. Sie hilft, den Überblick während der Flucht von Martial zu behalten.

„Beim Leben meiner Tochter“ ist ein Roman, bei dem die Gefühle Achterbahn fahren. Ein Albtraum mitten im Paradies. Es ist eine Geschichte, welche noch lange im Kopf bleibt, auch wenn das Buch bereits zur Seite gelegt wurde.

Autor Michel Bussi hat mit dieser Geschichte ein gutes Kopfkino ausgelöst. Dieses geniale Buch kann ich nur empfehlen. Lesen lohnt.

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen

Verlag: aufbau Taschenbuch
Seitenzahl: 400
Ersterscheinung: 1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7466-3193-6

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