ZORN – Kalter Rauch

von Stephan Ludwig

rezension

Es regnen Fische vom Himmel. Bei der Aufräumaktion wird ein künstliches Hüftgelenk in einem Papierkorb gefunden. Das Gelenk wurde Donata Zettl eingesetzt. Diese ist seit neun Tagen spurlos verschwunden. Die Kommissare Zorn und Schröder fahren zu deren Ehemann Gregor. Doch er ist nicht in der Lage, ihnen zu helfen. Zettl wird bedroht und hat große Angst.

Zorn und Schröder ermitteln zum fünften Mal. Der Fall ist abgeschlossen, aufgrund der Entwicklung beider Figuren sollten die Bücher der Reihe in der entsprechenden Folge gelesen werden.

Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass ich von der Geschichte enttäuscht bin. Dadurch, dass ich den Film schon kannte, wusste ich schon ungefähr, was mich im Buch erwartet. Immerhin ist das Buch um Längen besser, als der Film. Doch die Hoffnung auf mehr Spannung verflog mit jeder gelesenen Seite.

Anfangs mag man sich über den Fischregen wundern, doch das Thema Fisch wird den Leser immer wieder mal am Rande begegnen. Ein nettes kleines Gimmick (?) des Autors für den aufmerksamen Leser – oder plätschert die Geschichte daher so vor sich hin?

Was den Roman „rettet“ ist die weitere Entwicklung der Figuren Zorn und Schröder. Die Charaktere sind ausgereift, und ihre Beziehung erreicht ein neues Level. Hilfreich waren auch wieder die Einblicke in Zorns Gedankenwelt. Dank ihnen kann der Leser diesen merkwürdigen Kommissar besser verstehen.

Die Geschichte ist meiner Meinung nach die schlechteste aus der ZORN-Reihe. Einzig die weiterentwickelte Beziehung zwischen Zorn und Schröder sorgt dafür, dass ich drei Punkte vergeben kann.

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seiten: 416
Originalausgabe Dezember 2015
ISBN: 978-3-596-03192-4

Bereits aus der Reihe gelesen:
» ZORN – Tod und Regen
» ZORN – Vom Lieben und Sterben
» ZORN – Wo kein Licht
» ZORN – Wie sie töten

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