Nebra

von Thomas Thiemeyer

rezension

Kurz vor dem 30. April bereiten sich die Menschen auf die Hexennacht vor. Insbesondere im Harz, rund um den sagenumwobenen Brocken. Dort geschieht vor der 500. Walpurgisnacht merkwürdiges. Seltsame Licht- und Wetterphänomene nehmen zu, je näher diese Nacht rückt.

Zur gleichen Zeit befasst sich Archäologin Hannah Peters mit der „Himmelsscheibe von Nebra“. Sie ahnt nicht, dass mit ihren Forschungen ein gefährliches Abenteuer beginnt und sich alles verändern wird.

Man nehme den Brocken, den Harz, die Himmelsscheibe von Nebra und eine abenteuererprobte Archäologin. Füge noch etwas Mythos und Legende hinzu und garniere das Ganze mit der Walpurgisnacht. Als Resultat dieser Mischung kommt der sehr gute Roman „Nebra“ von Thomas Thiemeyer heraus. Wahrheiten, Legenden, Vergangenheit und Gegenwart verbindet er zu einem spannenden Buch.

Die Hauptfigur Hannah ist ebenso gut ausgearbeitet, wie die wichtigsten Nebencharaktere. Der Autor schafft es, genau an den richtigen Stellen eine Gänsehaut auszulösen. Als Leser klebt man förmlich am Buch. Ohne den übermäßigen Gebrauch von Fachbegriffen und einem guten Schreibstil lässt sich das Buch wunderbar lesen.

Allerdings hatte ich schon sehr früh den Verdacht, wer hinter all den seltsamen Geschehnissen stecken könnte. Ob es vom Autor beabsichtigt war, dass der Leser dies vorher schon ahnen soll, weiß ich natürlich nicht. Es ist ein Roman, der seine Leser mitnimmt in eine Welt von Scharlatanerie, Aberglaube und Mythen in unserer so rationalen Zeit.

Es ist das zweite Buch mit Archäologin Hannah Peters, was ich erst während des Lesens festgestellt habe. Trotzdem erfuhr ich kaum etwas über den vergangenen Fall, so dass die Spannung und Auflösung des Vorgänger-Romans erhalten geblieben ist.

Verlag: Kaur Verlag
Seiten: 512
Ausgabe 2009
ISBN: 978-3-426-66290-8

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen
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