Totenstille im Watt

von Klaus-Peter Wolf

rezension

Dr. Bernhard Sommerfeldt ist ein beliebter Arzt in Norddeich. Tag und Nacht ist er für seine Patienten da. So unterstützt er beispielsweise eine Frau, welche Probleme mit ihrem gewalttätigen Ehemann hat. Niemand im Ort ahnt, dass der liebe Doktor eine neue Identität angenommen hat und ein Geheimnis mit sich trägt. Der Arzt hat seine Prinzipien. Manchmal ist nur ein Mord die Lösung eines Problems. Aus seiner persönlichen Sicht hat jede Tat ihre Berechtigung und Rechtfertigung.

Die Geschichte wird aus der „Ich-Perspektive“ von Dr. Sommerfeldt erzählt. Näher kann der Leser dessen Gefühlen und Gedanken nicht kommen. Mich hat er jedoch nicht ganz erreicht, ich konnte nicht in seine Welt eintauchen. Dabei ist die Geschichte nicht schlecht. Sich in unserer heutigen Zeit unentdeckt ein neues Leben aufzubauen, ist nicht einfach. Die Figur ist gut ausgearbeitet und hat Entwicklungspotential. Durch einen guten Schreibstil und geschickt gewählter Worte sind die Gedanken Sommerfeldts gut dargestellt.

Am Rande der Geschichte begegnet der Leser Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wer die „Ostfriesen-Reihe“ von Autor Klaus-PeterWolf kennt, weiß, dass Ann Kathrin eine gute Ermittlerin ist.

Es handelt sich um den Start einer neuen Reihe des Autors. Auch, wenn ich nicht richtig „warm“ mit der Hauptfigur wurde, gefällt mir die Geschichte und ich möchte wissen, wie es weiter geht.

Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seitenzahl: 416
Ausgabe: Juli 2017
ISBN: 978-3-596-29764-1

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

 

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