Herrengedeck

von Philip Tamm

rezension

Nach acht Jahren Beziehung verlässt Katja ihren Freund Stefan. Sie hat einen Anderen. Für Stefan bricht eine Welt zusammen. Sein Freund gibt ihm den Tipp, Katja mit einer anderen Frau eifersüchtig zu machen. So hätte Stefan die Chance, dass Katja zu ihm zurück kommen könnte. Stefan hat dafür vier Wochen Zeit, denn erst dann wird er Katja auf einer Hochzeit zum ersten Mal seit der Trennung wiedersehen.

Die Geschichte ist witzig und es macht Spaß, Stefan auf der Suche nach einer neuen Frau zu begleiten. Er versucht auf die unterschiedlichsten Arten, Frauen kennenzulernen. Bei Treffen mit seinen Kumpels werden bei Herrengedeck (ein Bier und ein Korn) Überlegungen angestellt, welche Wege Stefan gehen könnte, um noch rechtzeitig zur Hochzeit eine neue Freundin präsentieren zu können.

Der humorvolle Schreibstil lockert die Szenen auf. Die Geschichte ist aus Stefans Sicht geschrieben. Die Aufteilung der Kapitel nach Tagen und der jeweiligen Uhrzeit vor den Absätzen sorgt für Orientierung, auch dann, wenn Stefan diese gerade verloren hat. Das Buch liest sich gut und flüssig.

Wer eine Trennungsgeschichte mit Katzenjammer erwartet, ist bei diesem Buch an der falschen Adresse. Es gibt auch keine tiefgründigen Gespräche oder seitenlanges Selbstmitleid eines verlassenen Mannes. Es ist ein Buch für ein paar Stunden, welches eine schöne Flucht aus dem Alltag bietet. Die Begleitung Stefans durch die Geschehnisse ist ein vergnüglicher Zeitvertreib.

Mit „Herrengedeck“ ist Philip Tamm ein gutes Buch gelungen. Mit viel Humor zeigt er, auf welche Ideen Stefan kommt und wie die Frauen darauf reagieren.

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 240
3. Auflage / Originalausgabe 04/2010
ISBN: 978-3-453-40591-2

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlinge

 

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