Der Federmann

von Max Bentow

rezension

In Berlin bekommt es Kommissar Nils Trojan mit einem merkwürdigen Fall zu tun. Einer ermordeten jungen Frau fehlen die Haare, und auf ihrem Körper liegt ein zerfetzter Vogel. Die Ermittlungen haben gerade erst begonnen, da gibt es einen weiteren Mord. Auch an diesem Tatort hinterlässt der Täter einen toten Vogel.

Max Bentow hat mit Kommissar Nils Trojan eine gute Figur geschaffen. All seine verschiedenen Emotionen kommen beim Leser an. Auf der einen Seite ist er der Kommissar, der einen Fall zu lösen hat. Andererseits hat Trojan auch viel mit sich selbst zu tun und ist in psychotherapeutischer Behandlung.

Der Roman startet langsam und steigert sich von Seite zu Seite. Genau so steigt Stück für Stück die Spannung. Der Leser freut sich mit Trojan über jeden Ermittlungsfortschritt und durchlebt Misserfolge und falsche Spuren mit. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.

Ein guter Schreibstil sorgt für ein flüssiges Leseerlebnis. Die Geschichte hat für ein spannendes Kopfkino gesorgt. Hinter dem Charakter Trojan stehen fast alle Figuren etwas zurück und können mit ihm nicht richtig mithalten. Doch auch diese haben ihre Probleme, die sowohl Trojan als auch der Leser meist nur angedeutet mitbekommen.

„Der Federmann“ läuft zu Recht unter „Psychothriller“. Das Buch nimmt den Leser mit, kommt aber ohne zu brutale Beschreibungen der Taten aus. Für Einsteiger in dieses Genre ist es zu empfehlen, Liebhabern erst recht.

Verlag: Page + Turner
Seitenzahl: 384
3. Auflage 2011
ISBN: 978-3-442-20393-2

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen

 

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