Die Lilie von Bela Vista

von Sylvia Lott

rezension

Josie erbt von ihrer Großtante ein alles Collier. Dieses hat ihrer Vorfahrin Sophie gehört. Diese war im 19. Jahrhundert nach Brasilien ausgewandert, kehrte aber Jahre später als Witwe mit ihrem Sohn zurück nach Idar-Oberstein. Josie hat noch nie von Sophie gehört und begibt sich auf eine Reise zu den Verwandten nach Idar-Oberstein, um mehr über Sophie zu erfahren.

Gemeinsam mit Josie entdeckt der Leser die faszinierende Welt der Edelsteine. Ihre Verwandten handeln in Idar-Oberstein mit diesen. Sie erzählen Josie von der Firmen- und Familiengeschichte, die untrennbar miteinander verbunden sind. Eine alte Freundin ihrer Großtante erzählt ihr von Sophie, zumindest das, was ihr erzählt wurde.

Autorin Sylvia Lott versteht es, Dinge, Landschaften und Menschen bildlich zu beschreiben. Mit viel Liebe zum Detail schildert sie die Ereignisse um Sophie und Josies Weg, auch das letzte Familiengeheimnis zu lösen.

„Die Lilie von Bela Vista“ bietet eine große Bandbreite an Gefühlen. In Rückblicken auf Sophies Leben begleitet der Leser ein junges Mädchen aus dem Hunsrück auf ihrem Weg von der Ausreise bis zur Firmengründung. Alles dreht sich um Edelsteine in ihrem Leben. Der Leser lernt viel über diese besonderen Steine und wie diese den Hunsrück und Brasilien miteinander verbinden.

Es ist eine wunderbare, wenn auch an einigen Stellen traurige, Geschichte. Sie ist gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Die Spannung ist immer vorhanden, allerdings geht es manchmal etwas langsam voran. Man möchte als Leser einfach wissen, ob die eigenen Vermutungen stimmen oder nicht.

Eine Familiengeschichte sollte genauso so sein. Dieses Buch kann ich weiterempfehlen. Es machte Spaß, Josie bei der Erforschung ihrer Familiengeschichte zu begleiten.

Verlag:Blanvalet
Seitenzahl: 576
1. Auflage Originalausgabe September 2015
ISBN: 978-3-7341-0058-1

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen

 

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