Das Inselhaus

von Leonora Christina Skov (Originaltitel: „Hvor intet bryder vinden / Übersetzung: Nora Pröfrock)

20180123 cover inselhaus
© btb Verlag

Eine einsame Insel und als einziges Gebäude ein Haus aus Glas. Hierher werden sieben Menschen zu einem Arbeitsaufenthalt eingeladen. Ohne Telefon und Internet sollen sie sich dort in aller Ruhe um ihre Projekte kümmern. Doch dieser Aufenthalt wird ihr Leben verändern.

Es spielt sich nur wenig auf der Insel ab. Der Fokus des Romans liegt auf den Inselgästen und ihrem Leben. Ausführlich erfährt der Leser viel über jeden einzelnen Charakter. Leider kommt dabei keine richtige Spannung auf. Es gibt Figuren, deren Geschichten sich wie Kaugummi ziehen, ein paar sind aber auch interessant. Die einzelnen Handelnden sind gut ausgearbeitet.

Ein richtiger Lesefluss kam erst gegen Ende des Buches. Vorher konnte es mich einfach nicht fesseln. Es ist sowieso eher der Schluss, der diesen Roman „gerettet“ hat. Ohne zu viel zu verraten, er war sehr interessant, was den Blickwinkel auf verschiedene Personen betrifft.

Während des Lesens kam oft das Gefühl, zu wissen, wie es weiter geht, und genau so geht es dann weiter. Hier fehlen einfach ein paar Wendungen, die den Leser in die Irre führen. Der Titel „Das Inselhaus“ hat bei mir andere Erwartungen geweckt. Hier wäre einer zur Geschichte passenderer Titel besser gewesen. Das Haus spielt nur eine Nebenrolle.

Die Geschichte hat Potenzial zu mehr, doch dieses wurde nicht ausgeschöpft. Wie ich bereits geschrieben habe, hat der Schluss der Geschichte für einen Pluspunkt gesorgt. Nur dadurch kann ich das Buch als gut einstufen.

» Leseprobe

Ich danke dem Bloggerportal und dem btb Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman von Leonora Christina Skov hat 416 Seiten (ISBN: 978-3-442-71424-7) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

 

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