Der Knochenspieler

von Jonathan Kellerman (Originaltitel: „Guilt“ / Übersetzung: Kristiana Dorn-Ruhl)

rezension

Ein sechzig Jahre altes Babyskelett wird in Los Angeles in einem Garten gefunden. Kurze Zeit später entdeckt man in einem Park ebenfalls Babyknochen, doch diese sind noch nicht so alt. Neben diesen Knochen liegt eine Frau, welche durch einen Kopfschuss getötet wurde. Detective Sturgis und Psychologe Delaware verfolgen die Spur zu einem Krankenhaus.

Anders, als der Klappentext vermuten lässt, dreht es sich in dem Buch hauptsächlich um die Lösung des Falles der aktuellen Leiche und Babyknochen. Was bei der guten Geschichte jedoch nicht stört. Zusammen bilden Detective Milo Sturgis und Psychologe Alex Delaware ein gutes Team. Das beide eine große Freundschaft verbindet, wird schnell klar. Bei der Suche nach der Wahrheit ergänzen sie sich wunderbar.

Leider ist die Geschichte an einigen Stellen etwas langatmig und verliert dort an Spannung. Daran konnten auch die gut ausgearbeiteten Figuren nichts ändern. Das Buch ist trotz dieses Kritikpunktes gut geschrieben. Selbst, wenn man es für ein paar Tage zur Seite legt, findet man schnell wieder in die Geschichte hinein.

Bei „Der Knochenspieler“ handelt es sich um den neuesten Teil der Reihe um Sturgis und Delaware. Auch, wenn an einigen Stellen kurz etwas über die vergangenen Fälle angerissen wird, weiß der Leser nichts über die Geschichten. Somit ist es jederzeit möglich, als Quereinsteiger in die Reihe hineinzufinden, da die Fälle abgeschlossen sind.

Dieses Buch eignet sich gut zum „zwischendurch Lesen“. Der „Thill-Faktor“ ist nicht besonders hoch. Als Leser begleitet man die Charaktere bei ihrer Falllösung. Eine gute Geschichte, welche vielleicht nicht die letzte ist, die ich aus dieser Reihe lese.

Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: 480
3. Auflage Deutsche Erstveröffentlichung September 2014
ISBN: 978-3-442-48086-9

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

 

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