Die Jesus-Verschwörung

von Eliette Abécassis (Originaltitel: „Qumran“ / Übersetzung: Brigitte Große)

rezension

Der strenggläubige Jude Ary wird gemeinsam mit seinem Vater von der israelischen Armee mit der Suche nach einer verschwundenen Schriftrolle beauftragt. Es handelt sich dabei um eine Rolle aus Qumran, die angeblich die Wahrheit über Jesus enthält. Bald muss Ary feststellen, dass auch der Vatikan diese Rolle haben möchte.

Der Klappentext verspricht „ein Abenteuerroman und zugleich eine Art metaphysischer Thriller (L’Arche)“. Da frage ich mich, ob der Redakteur dieser Zeitung das gleiche Buch gelesen hat. Die Geschichte ist weder ein toller Abenteuerroman, noch würde ich ihn als Thriller bezeichnen.

Der Roman ist einfach nur langweilig und ohne große Spannungsmomente. Zu Beginn erfährt der Leser einiges über Arys Vergangenheit, von der er selbst erzählt. Diese Perspektive ist eines der wenigen positiven Seiten des Buches. So kommt der Leser der Hauptfigur und ihren Gefühlen sehr nahe. Auch die Verbindung zwischen Juden- und Christentum ist gut dargestellt. Da Ary Jude ist, gibt es auch viele Informationen über diesen Glauben sowie seinen verschiedenen Strömungen.

Aus dieser Geschichte hätte die Autorin mehr machen können. Doch leider verstreut sich der Inhalt des Buches in viele Richtungen, ohne jedoch einen roten Faden zu enthalten. Es kommt daher auch kein richtiger Lesefluss auf. Viele jüdische Begriffe werden nicht richtig erklärt, so dass ich eine bekannte Internetseite zu Hilfe genommen habe, um gewisse Dinge richtig zu verstehen.

Der Klappentext hört sich vielversprechend an, doch das Buch enttäuschte auf ganzer Linie.

Verlag: Hoffmann und Campe
Seitenzahl: 413
1. Auflage 1997
ISBN: 3-455-00065-7

2 von 5 Schmetterlingen
2 von 5 Schmetterlingen

 

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