Moffenkind

von Jörg Böhm

rezension

Auf einer Kreuzfahrt zu den Metropolen Westeuropas möchte Wilhelmina zusammen mit ihrer Familie ihren 90. Geburtstag feiern. Was niemand ahnt ist ein lang verborgenes Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, welches dafür sorgt, dass nicht alle Passagiere diese Kreuzfahrt überleben werden.

„Moffenkind“ ist ein ruhiger Krimi, der keinesfalls langweilig ist. Der Leser begleitet eine Familie auf ihrer Kreuzfahrt durch die Nordsee. Langsam zeigt sich, dass es in der Familiengeschichte einige Geheimnisse gibt, die besser nicht ans Licht kommen sollten.

Der Roman beginnt gemütlich und steigert sich stetig bis zum großen Finale. Die Morde werden nicht von grausamen Szenen begleitet, was das Lesen angenehm macht. Mit vielen Wendungen gelingt es Autor Jörg Böhm, viele Figuren als mögliche Täter darzustellen. Es sticht kein Charakter besonders hervor. So unterschiedlich diese auch sind, es gibt keinen Fokus auf ausgewählte Figuren. Es steht die gesamte Familie im Mittelpunkt.

Dieses Buch ist eine optimale Urlaubslektüre, die innerhalb weniger Stunden verschlungen ist. Die Geschichte ist auch gut geeignet, um in das Krimi-Genre einzusteigen. Bei diesem Krimi ermitteln auch keine Kommissare – es ist der Leser selbst, der den Fall verfolgt und nach der Lösung sucht.

„Moffenkind“ ist ein wunderbarer Krimi, der sich nicht nur auf einem Kreuzfahrtschiff gut lesen lässt.

Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
Seitenzahl: 432
3. Auflage 2017
ISBN: 978-3-8271-9449-7

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen

 

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