Zerbrochen

von Michael Tsokos mit Andreas Gößling

rezension

Rechtsmediziner Dr. Fred Abel erhält in Berlin Besuch von seinen zwei Kindern. Erst vor kurzer Zeit hat er die 16.-jährigen Zwillinge kennengelernt und sie zu sich nach Berlin eingeladen. Doch statt einer schönen, gemeinsamen Zeit erlebt Abel einen Albtraum. Seine Kinder wurden entführt. Es ist nicht leicht, irgendwelche Spuren zu finden. Dr. Abel und seine Mitstreiter wissen nicht, in welche Richtung sie ermitteln müssen. Zu viele Spuren und Überlegungen führen in Sackgassen, und die Zeit arbeitet gegen sie.

Dieser True-Crime-Thriller lässt mich zwiegespalten zurück. Die Geschichte und der Ablauf der Ereignisse sind gut geschrieben, aber mir fehlte etwas die Spannung, die ich von einem Thriller erwarte. Im Buch ist es nur die Jagd auf den Entführer, die für etwas Spannung sorgt. Ansonsten gab es jedoch kaum Momente, die mich richtig packen konnten. Vielleicht liegt es daran, dass es das dritte Buch einer Reihe ist und ich die vorherigen Bücher noch nicht kenne.

Zu den gut ausgearbeiteten Figuren habe ich leider keinen Zugang gefunden. Einzige Ausnahme ist Sara Wittstock. Sie brachte durch ihre spezielle Art etwas Würze in dieses Buch. Angenehm kurze Kapitel, die mit Ort und Zeit überschrieben sind, lassen den Leser direkt in das jeweilige Geschehen eintauchen.

Die Geschichte ist klar und verständlich geschrieben und liest sich gut. Es gibt keine unnötigen Nebenschauplätze, so kann der Leser einem klaren roten Faden folgen. Das Buch mag zwar kein Thriller sein, so wie ich ihn mir vorstelle, aber es ist gut gemacht. Man sollte die Reihe um Dr. Fred Abel in der entsprechenden Reihenfolge lesen. Es wird oft auf die vorherigen Ereignisse verwiesen, und dies könnte der Reihe etwas die Spannung nehmen.

Verlag: Knaur Taschenbuch
Seitenzahl: 432
Originalausgabe März 2017
ISBN: 978-3-426-51970-7

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

 

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