Spurenlabyrinth

von Angela Planert

rezension

Im Leben des zehnjährigen Milan gab es mehrere Schicksalsschläge. Kaum scheint das Glück in sein Leben zu treten, gibt es wieder Rückschritte. Kolja arbeitet für den Menschenhändler Jurij. Schon bald stellt Kolja fest, dass dessen Spitzname „der Grobian“ nicht von ungefähr kommt. Lange bleibt unklar, was Kolja mit der Geschichte um Milan zu tun hat.

„Spurenlabyrinth“ ist die Fortsetzung von „Herzensspuren“. Leider liegt hier der Schwerpunkt der Geschichte zu Beginn bei Kolja und seiner Tätigkeit bei Jurij. Zwischendurch geht es dann auch mal um Milan – für mich einfach zu wenig. Es klärt sich im Laufe des Buches, in welchem Verhältnis beide zueinander stehen. Dann weiß der Leser auch, warum der Fokus auf Kolja gelegen hat.

Im Gegensatz zu „Herzensspuren“ blieben mir die Charaktere diesmal emotional fern, obwohl ich Jana, Kyle und Milan schon kannte. So litt auch für mich etwas die Spannung, denn ohne eine gute Beziehung zu den Figuren kann sich eine solche auch nicht einstellen. Die Frage nach Milans Vergangenheit hätte für mich gerne noch etwas ausführlicher sein können. Sollte es noch einen dritten Teil geben, wird dort vielleicht wieder Milan mehr im Mittelpunkt stehen.

Aufgrund der Kürze des Buches ist die Geschichte schnell gelesen, und Koljas Geheimnis ist anfangs auch nur zu erahnen. Der Roman ist gut geschrieben, und der Lesefluss wird nicht beeinträchtigt. Trotz meiner Kritikpunkte kann ich sagen, dass es ein gutes Buch ist. Es ist ratsam, „Herzenssache“ zuerst zu lesen, auch wenn es im „Spurenlabyrinth“ nur Andeutungen zum ersten Teil gibt.

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seitenzahl: 232
Druckversion 1.0 Stand Juli 2017
ISBN: 978-1547213498

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

Bereits gelesen:
» Herzensspuren

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