Blackout – Morgen ist es zu spät

von Marc Elsberg

rezension

Wie stark unser Leben von der Energieversorgung abhängig ist, erfahren die Bewohner Europas an einem kalten Februartag. Das komplette Stromnetz fällt zusammen und lässt sich nicht mehr hochfahren. Piero Manzano ist Informatiker und glaubt an einen Hacker-Angriff. Doch zunächst hört ihm niemand zu. Je länger der Blackout andauert, desto verzweifelter wird die Bevölkerung.

Diese Geschichte zeigt, wie verwundbar die Menschheit geworden ist. Ohne Strom funktioniert so gut wie nichts mehr. Selbst die Wasserversorgung ist vom Stromnetz abhängig, und so leiden die Europäer auch an Wassermangel und weiteren Folgeerscheinungen.

In seinem sehr gut recherchierten Roman zeigt Autor Marc Elsberg anhand verschiedener Schauplätze und Figuren den möglichen Ablauf einer solchen Katastrophe auf. Diese ist nicht abstrakt, sondern könnte jederzeit genau so passieren. In einer klaren Sprache werden auch Fachbegriffe verständlich erklärt.

Im Buch geht es um so viele Personen, dass es dem einen oder anderen Leser schwerfallen könnte, diese schnell einem Teil der Geschichte hinzuzufügen. Allerdings müssen es so viele Schauplätze sein, denn dem Leser werden dadurch viele möglichen Szenarien präsentiert, ohne dass ein bestimmtes Geschehen im Vordergrund steht.

Der Roman ist durchweg spannend und liest sich gut. Die Hauptcharaktere der einzelnen Szenen sind ausgearbeitet und bringen einen roten Faden in das Buch, denn viele Nebenschauplätze hängen mit ihnen zusammen.

„Blackout“ regt zum Nachdenken an. Wie würde man sich selbst in dieser Situation verhalten? Was würde sich für einen selbst verändern? Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 800
2. Auflage 2012
ISBN: 978-3-7645-0445-8

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen
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