Vielleicht wird morgen alles besser

von Fabio Geda (Originaltitel: „Anime Scalze“ / Übersetzung: Christiane Burkhardt)

20180707 cover vielleicht
© Knaus Verlag

Von der Mutter schon früh verlassen, müssen die Geschwister Ercole und Asia mit ihrem überforderten Vater alleine zurechtkommen. Als er 14 Jahre alt ist, lernt er seine erste Liebe Viola kennen. Dann findet Ercole seine Mutter wieder und seinen Halbbruder Luca. Doch die Situationen, in denen Ercole Probleme mit den Erwachsenen hat, hören nicht auf.

Bei diesem Buch sollte sich der Leser nicht unbedingt vom Klappentext leiten lassen. „Vielleicht wird morgen alles besser“ ist ein guter Roman, und als Leser verfolgt man die Geschichte um Ercole gerne. Jedoch erweckt der Klappentext den Eindruck, dass der Leser abenteuerliche Erlebnisse mit ihm erleben könnte. Dem ist jedoch nicht so.

Das Buch erzählt von Ercole, seiner Vergangenheit mit all ihren Problemen, und wie er aktuelle Ereignisse zu lösen versucht. Es ist eine ruhige Geschichte, welche in leisen Worten erzählt wird. Die Figuren lassen allerdings etwas an Tiefe vermissen. Auf der emotionalen Ebene haben mich weder Ercole noch die anderen Figuren erreicht. Vielleicht hätte eine ausführlichere Einsicht in die Gefühlswelt der Charaktere geholfen.

Der Roman spricht sowohl jugendliche als auch erwachsene Leser an. Durch einfache Wortwahl und ohne verschachtelte Sätze liest sich die Geschichte gut. Als Leser merkt man, dass sich Autor Fabio Geda gut in die Gedanken und Gefühlswelt der jugendlichen Hauptfiguren hineinversetzen kann. Ihm ist eine schöne Geschichte gelungen, der ich gerne gefolgt bin.

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Ich danke dem Bloggerportal und dem Knaus Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman von Fabio Geda hat 288 Seiten (ISBN: 978-3-8135-0790-4) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

 

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