Die Heimkehr

von Peter Georgas-Frey

20180719 cover heimkehrVor zehntausend Jahren strandeten die Aurumer auf der Erde. Ihr Anführer Chronos möchte sie alle wieder zurück nach Aurum, ihrem Heimatplaneten, bringen. Hierzu müssen sie sich allerdings in die menschliche Entwicklung einmischen, denn alle Technik, die sie benötigen, ist noch nicht erfunden. Stück für Stück geben die Außerirdischen ihr Wissen an die Menschen weiter und beschleunigen so deren Entwicklung. Aber es wollen nicht alle Wesen zurück. Sie haben andere Pläne. Auch alle Menschen, die von den Aurumern wissen und profitieren, wollen ihre Abreise unter allen Umständen verhindern, denn die ganze Entwicklung der Menschheit basiert auf deren Technik. Ein Rückfall ins Mittelalter wäre nicht unwahrscheinlich.

Das Buch enthält viele Themen, wie Verschwörungstheorien, politische, militärische oder religiöse Intrigen und einiges mehr. Die Namen einiger handelnder Figuren kommen dem Leser doch sehr bekannt vor, wenn er sich im Genre auskennt, wie z.B. Fox Holder – wer das wohl ist? Hat man sich daran gewöhnt, erscheinen einem direkt diese Figuren vor Augen, und der Autor spart ausführliche Personenbeschreibungen, was bei dieser Seitenanzahl praktisch ist.

Komplizierter ist gerade zu Beginn die Zuordnung der Namen bei den Aurumern. Denn diese haben neben ihrem persönlichen Namen auch einen in der Welt der Menschen. So trägt Chronos beispielsweise den Namen Isaac Ginter. Während der Geschehnisse wechselt der Autor immer wieder zwischen diesen Namen hin und her. Da dauert es etwas, bis klar ist, wer wer ist. Zwar gibt es am Ende eine kurze Übersicht, aber das ständige Nachschlagen stört den Lesefluss und reißt einen aus den Geschehnissen heraus. Was schade ist, denn es ist interessant, Chronos und die anderen Aurumer durch die Geschehnisse zu begleiten.

Die Ereignisse um Dana, die das besondere Kind austragen soll, sind gut ausgearbeitet. Ihr Begleiter Karl, seine Freunde und die verschiedenen Organisationen, die hinter ihr her sind, ebenso. Wobei es irgendwann auch eine Übersättigung an Verfolgern gibt. Selbst der Papst hat seine Finger im Spiel. Natürlich ist mit der Einmischung von vielen Organisationen zu rechnen, wenn ein solches Kind unterwegs ist. Doch diese Anzahl sorgt dafür, dass die einzelnen Gruppen nicht in der Ausführlichkeit beschrieben werden können, wie es bei weniger Verfolgern der Fall gewesen wäre. Andererseits haben diese vielen „Jäger“ einen guten Beitrag zur Spannung geleistet.

Peter Georgas-Frey gibt dem Leser auch immer wieder kleine, oft unscheinbare Denkanstöße mit, denn manche Situation könnte sich tatsächlich so ereignen oder hat es auch schon. Die Aurumer wollen einfach nur nach Hause und nicht die Erde erobern. Aber auf gewisse Art und Weise haben sie es doch getan.

Ich kann dieses Buch allen Fans der diversen Genres empfehlen, die dieses Buch bedient. Natürlich werden einem viele Dinge sehr bekannt vorkommen, aber dem Autor ist es gelungen, aus vorhandenen Zutaten einen guten Roman zu schreiben. Es ist eine eigene Geschichte, und diese hat durchaus ihren Reiz. „Die Heimkehr“ ist der Auftaktroman zur „Aurumer-Reihe“, und ich hoffe, dass der nächste Teil mit diesem hier mithalten kann.

Ich danke dem Autor Peter Georgas-Frey für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman hat 742 Seiten (ISBN: 9781499725889) und ist über die bekannten Online-Plattformen zu beziehen.

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen

 

Advertisements

Ein Gedanke zu „Die Heimkehr“

Kommentare sind geschlossen.