Das Wesen

von Arno Strobel

Ein Kind ist angeblich verschwunden. Nach einem anonymen Hinweis fahren die Kommissare Seifert und Menkhoff an die genannte Adresse. Der Vater des Kindes ist der Psychiater Dr. Joachim Lichner. Diesen hatten die Kommissare bereits vor 15 Jahren wegen Mordes verhaftet. Lichner verbrachte die nächsten Jahre im Gefängnis. Damals behauptete er unschuldig zu sein. Jetzt sagt er, dass es überhaupt kein Kind gibt.

Den Leser erwartet ein spannender Psychothriller mit guten und überraschenden Wendungen. Wie Kommissar Seifert, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, erfährt auch der Leser nur Stückchen für Stückchen, was genau hinter dem Verschwinden des Kindes steckt.

Lange Zeit wechseln sich die Geschehnisse der Jahre 1994 und 2009 ab. Das damalige Geschehen und seine Auswirkungen auf den aktuellen Fall werden dadurch deutlich. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Es ist lange unklar, welche Rolle bestimmte Personen spielen. Gemeinsam mit Seifert fragt man sich oft, was die Wahrheit ist. Menkhoffs Verhalten ist dabei jedoch keine große Hilfe. Das Buch liest sich gut und schnell. Die Spannung bleibt durchweg erhalten.

Eine tolle Geschichte, ich kann dieses Buch weiterempfehlen. Es gibt eine Fortsetzung, „Der Sarg“. Nachdem ich „Das Wesen“ erst nach „Der Sarg“ gelesen habe, rate ich dazu, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen.

Verlag: Fischer Taschenbuchverlag
Seitenzahl: 368
Originalausgabe Dezember 2010
ISBN: 978-3-596-18632-7

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen

Bereits gelesen:
» Der Sarg

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