Fremdes Leben

von Petra Hammesfahr

 

20180727 rezension

Cilly Castrup erwacht aus dem Koma und kann sich an fast nichts mehr erinnern. Sie glaubt aber, mit einem Achim verheiratet zu sein. Im Krankenhaus stellen sich jedoch Carsten Beermann als ihr Ehemann und Maik als ihr gemeinsamer Sohn vor. Sie selbst heiße Claudia Beermann. Aber Claudia kann sich an die Einzelheiten des Unfalls von Cilly erinnern. Bei Flashbacks erinnert sich Claudia immer mehr an die Begebenheiten vor ihrem Unfall. Doch irgendetwas stimmt mit diesen Erinnerungen nicht.

Petra Hammesfahr ist mit „Fremdes Leben“ ein sehr guter Roman gelungen. Zu Beginn ist die Geschichte für den Leser nicht besonders anspruchsvoll. Mit jedem Flashback und Claudias Versuchen, daraus die Vergangenheit zu rekonstruieren, nimmt das Buch Fahrt auf.

Lange Zeit sind Claudia und der Leser auf der Suche nach den wahren Geschehnissen, denn oft passen die verschiedenen Erinnerungsfetzen nicht zusammen und werfen dadurch eine vorherige Theorie des Geschehens über den Haufen.

Das Buch liest sich gut, und gegen Ende fliegen die Seiten nur noch so dahin. Viele Wendungen verwirren nicht nur den Leser, und bis zum Ende waren auch all meine Spekulationen über das wirkliche Geschehen falsch. Während des Lesens steht immer die Frage im Raum, wie alles zusammenhängen mag. Denn Claudia hat auch grausame Erinnerungen an einen Mord, an ein Feuer sowie an tote und entsorgte Kinder. Könnte sie das getan haben?

„Fremdes Leben“ ist ein toller Roman, den ich gerne weiterempfehle. Die langsam aufkommende Gänsehaut während des Lesens bleibt noch einige Zeit nach Ende erhalten.

Verlag: Diana
Seitenzahl: 496
Auflage 2016
ISBN: 978-3-453-35893-5

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen

 

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