4 3 2 1

von Paul Auster (Originaltitel: „4 3 2 1“ / Übersetzung: Thomas Gunkel, Werner Schmitz, Karsten Singelmann und Nikolaus Stingl)

20180727 rezension

In diesem Roman werden vier Varianten eines Lebens durchgespielt. Archibald „Archie“ Ferguson ist die Hauptperson, welche die Konstante in allen vier Szenarien ist. Sein Leben ist jeweils ein anderes mit interessanten Varianten.

ABGEBROCHEN – nach über 500 von 1.264 Seiten. Es ging einfach nicht. Autor Paul Auster zeigt auf, welche Ereignisse unser Schicksal bestimmen können, und regt damit auch zum Nachdenken an. ABER: Alle Leben von Archie sind langweilig, was vielleicht beabsichtigt ist. Es könnte zeigen, dass man auch ohne große Ereignisse ein gutes Leben führen kann.

Das wäre auch ganz in Ordnung, wenn nicht auch noch eine äußerst ausschweifende Erzählweise hinzukäme. Oft fragte ich mich, wo bin ich jetzt und wann finde ich wieder in die Geschichte? Die ganzen Schachtelsätze, manchmal geht ein einziger Satz über eine halbe Seite, erschweren das Verfolgen der Geschichte ungemein. Extrem nervend war auch das Fehlen von Kennzeichnungen der wörtlichen Rede. Von einem guten Lesefluss oder gar Lesespaß kann ich daher nicht sprechen.

Die einzelnen Geschichten zogen sich wie Kaugummi, und nach über 500 Seiten hatte ich keine Hoffnung auf Besserung mehr und brach ab. Dabei ist der philosophische Ansatz und die verschiedenen Varianten von Archies Leben sehr gut. Jeder Lebensabschnitt wird aus den vier Perspektiven erzählt. Gut gekennzeichnet ist dies durch die Kapitelüberschriften. Die erste Zahl steht für das Kapitel und die zweite für das jeweilige Leben.

Auch die Überschneidungen von Personen, die Archie in mehr als einem Leben begleiten, sind gut gemacht. Dies führt zu der Frage, ob es ein Schicksal gibt. Diese Frage muss jeder Leser für sich selbst beantworten.

Von diesem Buch habe ich anderes erwartet, als mir der Autor geliefert hat. Vielleicht bin ich auch nur nicht die entsprechende Zielgruppe. Der Roman ist daher reine Geschmackssache, mein Geschmack wurde jedoch nicht getroffen.

Verlag: Rowohlt Verlag
Seitenzahl: 1.264
1. Auflage Februar 2017
ISBN: 978-3-498-00097-4

Da ich das Buch abgebrochen habe, gibt es an dieser Stelle keine Bewertung

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