Mit jedem neuen Tag

von Marc Levy (Originaltitel: „Si c’était à refaire“ / Übersetzung: Eliane Hagedorn u. Bettina Runge)

 

20180727 rezension

Andrew Stilman ist ein erfolgreicher Journalist. Kurz vor seiner Hochzeit begegnet ihm eine wunderschöne, geheimnisvolle Frau, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Einige Wochen später wird er angegriffen. Als Andrew wieder zu sich kommt, befindet er sich zwei Monate in der Vergangenheit und hat sechzig Tage Zeit, seinem Mörder auf die Spur zu kommen.

Bis Andrew klar ist, was geschehen ist, dauert es etwas. Während der Leser vor dem Angriff nicht viel von seiner journalistischen Tätigkeit erfährt, taucht er nach dem Zeitsprung in eine spannende Recherche zu einem brisanten Thema ein.

In der gesamten Zeit schwebt auch immer die Frage, was es mit Andrews zweiter Chance auf sich hat. Denn einige Begebenheiten haben sich verändert, haben nicht stattgefunden, oder neue sind hinzugekommen. Die Hauptfiguren in „Mit jedem neuen Tag“ sind ausreichend ausgearbeitet, haben mich aber nicht komplett erreicht. Große Wendungen gibt es während der Geschichte nicht. Erst das Finale bietet eine, die aber auch fast schon vorhersehbar war.

„Mit jedem neuen Tag“ ist eine gute Geschichte, welche mit der tragischen Vergangenheit eines Landes verflochten ist. Leider lässt der Roman ansonsten eine größere Spannung vermissen. Er kommt ohne Höhen und Tiefen aus, auch wenn es einige emotional ergreifende Stellen gibt. Interessant ist die Begegnung von Andrew mit Charakteren, die einem aus einem anderen Buch von Marc Levy vertraut sind. Diese passen sich wunderbar in die Geschichte ein.

Die Geschichte um Andrew ist ein schöner Roman, der durch seine Recherchen auch tragische Momente hat.

Verlag: Blanvalet Verlag
Seitenzahl: 368
1. Auflage Originalausgabe 2012
ISBN: 978-3-7645-0529-5

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

 

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