Schizo – Trau niemandem. Vorallem nicht dir selbst

von Nic Sheff (Originaltitel: „Schizo“ / Übersetzung: Maren Illinger)

20180727 rezension

Miles bekommt seinen ersten schizophrenen Anfall. Dabei soll er eigentlich auf seinen Bruder Teddy aufpassen, doch der Anfall hindert ihn daran. Teddy verschwindet in dieser Zeit spurlos, und Miles gibt sich daran die Schuld. Zwei Jahre später glaubt Miles immer noch, dass Teddy lebt, und begibt sich auf die Suche nach ihm.

Ich konnte den auf der Rückseite beschriebene „packender Thriller zwischen Realität und Wahnsinn“ in dieser Geschichte nicht finden. Im Buch geht es in erster Linie um Miles und sein Umgang mit der Krankheit Schizophrenie. Des Weiteren auch um sein Umfeld und wie andere Menschen mit ihm umgehen. Die Suche nach Teddy geht darin fast unter.

Eventuell haben der Hinweis auf der Rückseite und der Buchtitel falsche Erwartungen bei mir geweckt. Der Autor versucht dem Leser das Krankheitsbild der Schizophrenie näher zu bringen. Doch weder Miles noch ein anderer Charakter haben mich erreicht. Spannende Momente fand ich keine, und die Geschichte zog sich wie Kaugummi. Daran konnte auch der einfache Schreibstil nichts ändern.

„Schizo – Trau niemandem, Vorallem nicht dir selbst“ hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Statt eines Jugend-Thrillers war es eher die Zustandsbeschreibung der Krankheit von Miles. Zwar ist es gut, dieses Thema mal aus der Sicht eines Betroffenen zu zeigen, aber dabei ist das Buch nicht besonders hilfreich. Ich bin enttäuscht von diesem Buch. Vielleicht gehöre ich aber auch nicht zur Zielgruppe dieses Romans.

Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Seitenzahl: 272
Ausgabe Juli 2015
ISBN: 978-3-7335-0088-7

2 von 5 Schmetterlingen
2 von 5 Schmetterlingen

 

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