Böses Kind

von Martin Krist

20180727 rezension

In Berlin wird ein Mordopfer erschlagen und gekreuzigt aufgefunden. Kommissar Frei und sein Team ermitteln. Nachdem Suse von ihrem Mann verlassen wurde, ist sie mit ihren drei Kindern und ihrer Halbtagsstelle in einer Drogerie überfordert. Ihre Tochter Jaqueline verschwindet, doch Suse wird nicht geglaubt, als sie sagt, dass der Tochter etwas passiert ist.

„Böses Kind“ ist der erste Roman mit Kommissar Henry Frei. Von Beginn an ist das Buch spannend und emotional. Die Figur Suse fordert förmlich das Mitgefühl des Lesers ein. Denn so, wie es ihr ergeht, ergeht es vielen Alleinerziehenden, dies bringt Suse dem Leser besonders nahe. Wenn dann auch noch eines der Kinder verschwindet, ist selbst die stärkste Mutter mit ihrer Kraft am Ende.

Die Ermittlungen im Mordfall führen Frei und sein Team zu Suse und ihrer verschwundenen Tochter. Während des Lesens stellt sich immer wieder die Frage nach dem Motiv des Täters. Leicht erkennbar ist dies nicht. Autor Martin Krist baut geschickt falsche Fährten ein, Wendungen verlaufen anderes, als der Leser es vermuten könnte. Gut ausgearbeitete Charaktere sorgen für Lesespaß auf ganzer Linie. Das Buch liest sich flüssig, und die Spannung bleibt auf einem hohen Niveau.

Ein gelungenes Buch, mit einem sehr guten Auftakt der Reihe um Kommissar Henry Frei. Da ich die Fortsetzung „Stille Schwester“ bereits gelesen habe, empfehle ich das Lesen der Bücher in der entsprechenden Reihenfolge. Die beiden Fälle sind zwar abgeschlossen, die Nebenhandlungen mit anderen Rätseln haben ihren Reiz und sollten daher nach und nach ans Licht kommen.

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 8017 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 326 Seiten
ASIN: B076M7ZQK8

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen

Bereits gelesen:
» Stille Schwester

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