Diese Woche ist nicht mein Tag – Was uns täglich irre macht

von Steffi von Wolff

20180727 rezension

Das Leben der Ich-Erzählerin ist das reinste Chaos. Mit Hilfe einer Liste möchte sie dies innerhalb einer Woche ändern. Doch leider klappt nichts so, wie geplant, und ein Fettnäpfchen nach dem anderen wartet nur schon auf die Hauptfigur. Diese ist eine naive Person, die sich leicht von anderen Leuten ausnutzen lässt. Sie kann einfach nicht „nein“ sagen. Auch dieses Problem sollte mithilfe der Liste angegangen werden.

Leider ist der Roman nicht so lustig, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zwar lockern einige „Bullshit-Bingos“ die Geschichte etwas auf, der große Wurf in Sachen Humor ist dieses Buch jedoch nicht. Die Figuren sind eher nervig, auch wenn einige mit Sicherheit ein reales Pendant haben dürften.

Die Handlungen der Hauptfigur sind nicht immer nachvollziehbar und einige deutlich zu überspitzt beschrieben. Die Nebencharaktere erhalten alle einen angemessenen Raum, und ihre Beziehungen zueinander sind klar definiert. Gut möglich, dass manch ein Leser genau solch eine Person kennt, wie sie die Autorin beschreibt.

Die Gedankenwelt der Ich-Erzählerin ist gut beschrieben, und als Leser versteht man auch ihre inneren Konflikte. Das Buch liest sich leicht, wobei zwischen Gegenwart und Vergangenheit schnell mal gewechselt werden kann. Hier sollte der Leser aufmerksam sein.

Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt und meinen Geschmack nicht getroffen.

Verlag: MIRA Taschenbücher
Seitenzahl: 304
Originalausgabe 2015
ISBN: 978-3-95649-201-3

2 von 5 Schmetterlingen
2 von 5 Schmetterlingen

 

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