Gift – Der Tod kommt lautlos

von Ivo Pala

20180727 rezension

In der Nähe der deutsch-polnischen Grenze wird ein NATO-Stützpunkt mit Gift angegriffen. Die nationale Terrorabwehr soll die Terroristen aufhalten, denn scheinbar ist es nicht das letzte Attentat. Auf ostdeutschem Gebiet befinden sich Überbleibsel aus dem Kalten Krieg. Nur die Terroristen wissen, wo die Kampfgifte und andere biologische Waffen gelagert werden.

Leider verspricht der Klappentext mehr, als die Geschichte halten kann. Der Angriff auf den NATO-Stützpunkt und die Freisetzung der Pest in Leipzig spielen lange Zeit keine Rolle. Vielmehr geht es um einen alten Konflikt zwischen Nationen, der bis heute schwelt. Es ist eine politische Angelegenheit, und diese brisante Situation ist für mich das Hauptthema dieses Romans.

Zu Beginn ist der Roman etwas langweilig, allerdings habe ich auch darauf gewartet, dass der Stützpunkt angegriffen und die Pest freigesetzt wird. Also ein Resultat des unglücklich gewählten Klappentextes. Bevor das Gift eingesetzt wird, lernt der Leser kurz einige Soldaten kennen, was die ganze Angelegenheit etwas persönlicher und fassbarer macht. In Leipzig ist es dann die Panik der Bevölkerung, welche dem Leser näher gebracht wird.

Richtig warm bin ich mit den Figuren nicht geworden. Obwohl ich die Hauptcharaktere bereits aus dem Vorgängerroman „H2O – Das Sterben beginnt“ kenne, bleiben sie mir diesmal fern. Über die Spannung möchte ich diesmal nicht viel sagen, denn wie bereits geschrieben, hatte ich andere Erwartungen. Lesen lässt sich der Roman gut, ebenso die gesamte Geschichte. Ein angenehmer Schreibstil sorgt für Spaß beim Lesen.

„Gift – Der Tod kommt lautlos“ ist der zweite Teil einer Reihe. Der Roman ist inhaltlich abgeschlossen, trotzdem empfehle ich, die Bücher der Reihenfolge entsprechend zu lesen.

Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 448
1. Auflage Originalausgabe Mai 2015
ISBN: 978-3-7341-0146-5

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

Bereits gelesen:
» H2O – Das Sterben beginnt

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