Nanos – Sie bestimmen, was du denkst

von Timo Leibig

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© Penhaligon Verlag

Im Jahr 2028 ist Johann Kehlis der Bundeskanzler von Deutschland. Dies wurde er, unter anderem, mithilfe von Nanopartikeln, welche er über Lebensmittel und Trinkwasser verteilen lässt. Als großer Lebensmittelmagnat ist das für ihn ein Leichtes gewesen. Nun kann Kehlis die Gehirne der Bevölkerung manipulieren. Diese glaubt auch an dessen Unfehlbarkeit und folgt ohne seine Entscheidungen zu hinterfragen. Wer anderes denkt, muss „gebeichtet“ werden oder sich selbst „beichten“, denn es gibt auch sogenannte intolerante Menschen, bei denen die Nanos keine Wirkung zeigen. Bevor diese zur Gefahr für Kehlis werden, verschwinden „gebeichtete Personen“ spurlos. Trotzdem bildet sich im Untergrund eine Rebellion gegen ihn und seine Macht. Durch Zufall stößt der entflohene Sträfling Malek zu dieser Gruppe. Kann er der Rebellion hilfreich sein?

Von Beginn an zieht diese Geschichte den Leser in seinen Bann. Wieder ist es möglich, dass eine Person Macht und Einfluss über die Bevölkerung bekommt. Die Idee, diese Macht mithilfe von Nanopartikeln zu bekommen, erscheint so realistisch, dass der Thriller für eine beständige Gänsehaut sorgt. Dabei wird die richtige Action erst nach und nach dieses Gefühl verstärken.

Es fällt sehr schwer, in der Rezension zu einem so guten Roman keine Spoiler zu schreiben. Autor Timo Leibig erzeugt mit seinem Roman ein wunderbares Kopfkino mit interessanten Wendungen und einer dauerhaft hohen Spannung.

Die gut ausgearbeiteten Charaktere kommen beim Leser an. Mit jedem einzelnen konnte ich emotional mitfühlen und dessen Handlungen verstehen. Ob man diese gutheißt oder nicht, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Ein sehr guter Schreibstil sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahin fliegen und das Buch viel zu schnell ausgelesen ist. Das Ende schreit förmlich nach einer Fortsetzung, an der der Autor bereits arbeitet.

Ich kann diesen Roman allen Thrillerfans ans Herz legen. Auch nach dem Ende der Geschichte kreisen die Gedanken noch über den Inhalt des Buches. Die realistische Schilderung regt auch zum Nachdenken an.

» Leseprobe

Ich danke dem Bloggerportal und dem Penhaligon Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman von Timo Leibig hat 512 Seiten (ISBN: 978-3-7645-3190-4) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen

 

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