Der Insasse

von Sebastian Fitzek

20180727 rezension
Der Serienmörder Guido Tramnitz befindet sich in der Forensischen Psychiatrie. Er hat mindestens zwei kleine Kinder umgebracht. Könnte Tramnitz daher auch für das Verschwinden des kleinen Max Berkhoff verantwortlich sein? Doch er schweigt zu diesem Fall. Max‘ Vater sieht nur noch eine Möglichkeit, die Wahrheit über den Verbleib seines Sohnes zu erfahren. Über Umwege schafft er es, Insasse der Klinik zu werden, in der sich auch Guido Tramnitz befindet.

Zu Beginn des Buches erhält der Leser kurze Einblicke in das Leben von drei Hauptpersonen und erlebt den Weg von Max‘ Vater in die Klinik mit. Dabei läuft alles zu gut und zu glatt, was etwas irritiert. Zudem verläuft die Geschichte über die ersten Seiten etwas zäh. All dies klärt sich zwar rückblickend, aber nicht während des ersten Lesens.

Bis zum Schluss hat mich keiner der Charaktere emotional erreicht. Dabei sind einige ganz gut ausgearbeitet und laden förmlich zu einer Typen-Analyse ein. Das Buch liest sich alles in allem gut, und das letzte Drittel enthält den für mich als Thrillerfan wichtigen „Aha-Effekt“. Aber hier muss ich eine Einschränkung machen. Bereits nach kurzer Zeit war mir klar, was dieser Effekt sein wird. Denn die Geschichte erinnert sehr stark an einen Film, und wer diesen Film kennt, dem ist schnell klar, worauf der Autor hinaus möchte.

„Der Insasse“ ist ein gutes Buch, welches aufgrund der vielen Hinweise auf die Wahrheit auch ein zweites, drittes Mal gelesen werden kann. Dadurch klären sich einige Geschehnisse, die beim ersten Lesen doch etwas seltsam sind. Eine Danksagung in Form einer Kurzgeschichte beendet das Buch passend. Auch wenn mich dieser Fitzek-Roman nicht so begeistern konnte wie seine Vorgänger, finde ich das Buch gut gelungen.

Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 384
Originalausgabe Oktober 2018
ISBN: 978-3-426-28153-6

3 von 5 Schmetterlingen
3 von 5 Schmetterlingen

 

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