Der Hypnotiseur

von Lars Kepler (Originaltitel: „Hypnotisören“ / Übersetzung: Paul Berf)

20180727 rezensionEin Mann wird brutal ermordet auf einem Sportplatz aufgefunden. Als die Polizei seine Frau darüber informieren möchte, finden die Beamten die Frau und ihre Tochter ebenfalls ermordet auf. Der Sohn ist schwer verletzt, eine weitere Tochter ist spurlos verschwunden. Kommissar Joona Linna setzt auf die Hilfe des Hypnotiseurs Erik Maria Bark. Was der Junge unter der Hypnose erzählt, ist einfach grauenhaft. Der erste Kriminalfall von Kommissar Joona Linna ist nicht nur für den Kommissar nervenaufreibend.

Dabei ist das Buch zu Beginn recht eintönig, und der Leser erhält eher ein paar Hintergrundinformationen. Doch dann steigert sich die Spannung enorm. Lars Kepler versteht es, immer noch mehr drauf zu setzen. Detailreich erfährt der Leser aus verschiedenen Sichtweisen und Zeitebenen Stück für Stück die Zusammenhänge.

Der gute Schreibstil sowie bildliche Schilderungen von Umgebung und Personen lassen einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Die Geschichte und Figuren verfolgen den Leser noch lange nach Beendigung des Romans.

Die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Von geheimnisvoll bis psychisch gestört ist alles dabei. Je mehr Wendungen geschehen, werden einzelne Figuren wieder mit ganz anderen Augen gesehen.

Hinter Lars Kepler steckt das Ehepaar Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Mit Kriminalkommissar Joona Linna ist ihnen eine wunderbare Figur eingefallen. Ein gelungener Auftakt der Reihe.

Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 638
2. Auflage 2010
ISBN: 978-3-7857-2426-2

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen

 

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