Der verbotene Liebesbrief

von Lucinda Riley (Originaltitel: „The Love Letter“ // Übersetzung: Ursula Wulfekamp)

20180727 rezensionAuf der Gedenkfeier des verstorbenen Schauspielers Sir James Harrison trifft die junge Journalistin Joanna Haslam auf eine alte Dame. Von dieser erhält sie kurze Zeit später einen Umschlag mit diversen Dokumenten. Darunter ein mysteriöser Liebesbrief, dessen alleinige Existenz bereits Leben kosten wird. Doch das kann Joanna nicht ahnen, als sie beginnt, die Hintergründe des Briefes zu recherchieren.

Was zu Beginn wie eine typische „verbotene Liebesgeschichte“ klingt, entwickelt sich im Laufe des Romans zu einer spannenden Wahrheit, die einige mit ihrem Leben bezahlen müssen. Wer aufgrund des Titels hier eine romantische Herz-Schmerz-Erzählung erwartet, ist bei diesem Buch nicht ganz richtig. Zwar kommt auch die Liebe nicht zu kurz, aber die Crime-Elemente überwiegen deutlich.

Zur Steigerung der Spannung tragen viele Wendungen und Wendungen von Wendungen bei. Eine verschlungene Geschichte, bei der auch der Leser erst am Ende die ganze tragische Tragweite der Geschehnisse erfassen wird. Es fällt schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen.

Der Roman ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die allesamt mit Begriffen aus dem königlichen Spiel Schach überschrieben sind. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, was das Spiel Schach mit den Geschehnissen gemeinsam hat. Jede Partei versucht ihren Gegner schachmatt zu setzen, um nur einen Hinweis zu geben. Die genannten Spielzüge bereiten den Leser auf das vor, was geschehen wird.

„Der verbotene Liebesbrief“ ist ein genialer Roman, der trotz seiner vielen Seiten viel zu schnell beendet ist.

Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 704
5. Auflage Taschenbuchausgabe September 2017
ISBN: 978-3-442-48406-5

5 von 5 Schmetterlingen
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