Flammenkinder

von Lars Kepler (Originaltitel: „Eld vittnet“ // Übersetzung: Paul Berf)

20180727 rezensionIn einer Einrichtung für schwer erziehbare Jugendliche werden die Betreuerin Elisabeth und das Mädchen Miranda brutal erschlagen. Seit den Morden ist die ebenfalls in der Einrichtung wohnende Vicky verschwunden. Kurze Zeit später meldet eine Frau, dass ihr Auto gestohlen wurde und sich ihr kleiner Sohn dort drin befindet. Kommissar Joona Linner soll als Beobachter diesen Fall verfolgen. Aber schon bald steckt er selbst mitten in den Ermittlungen.

Was für ein Thriller. Von Beginn an ist der Leser mitten im Geschehen. Anfangs wechseln die verschiedenen Personen, aus deren jeweiligen Sicht erzählt wird, mir etwas zu hektisch, im Laufe der Geschichte legt sich diese Hektik jedoch.

Die Figuren sind alle gut ausgearbeitet, und ich sehe sie beim Lesen förmlich vor Augen. Auch das ganze Drumherum ist gut dargestellt. Viele Wendungen machen es nicht einfach, die Wahrheit zu erkennen. Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel immer mehr an. Dabei sind die einzelnen Kapitel recht kurz gehalten.

In einem Nebenhandlungsstrang laufen interne Ermittlungen gegen Kommissar Joona Linner, weshalb er auch eigentlich nur als Beobachter dem Fall beiwohnen soll. Gegen Ende geht es noch tief in das Privatleben des Kommissars, und es wird sehr privat.

„Flammenkinder“ ist für mich ein genialer Roman mit einem großartigen Kopfkino. So muss ein Thriller sein.

Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 624
Erscheinungsdatum: 12.10.2012
ISBN: 978-3-7857-2463-7

5 von 5 Schmetterlingen
5 von 5 Schmetterlingen

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