Die Champagnerkönigin

von Petra Durst-Benning

20180727 rezensionDie Berlinerin Isabelle hat ein großes Abenteuer vor sich. Ihr Mann Leon Feininger hat ein Weingut in der Champagne geerbt, und sie ziehen nach Frankreich. Was für Isabelle nach einem schönen Leben als Gutsbesitzerin klingt, entpuppt sich als harte Arbeit. Sie nimmt die Herausforderungen an, doch dann ändert ein Schicksalsschlag alles, und das Leben verlangt ihr noch mehr Kraft ab.

Dieser Roman bietet alles, was der Leser von diesem Genre erwarten darf. Isabelle ist eine starke Frau und nimmt es mit ihrem Schicksal auf. Wie sie an ihren Herausforderungen wächst, kann der Leser gut verfolgen. Ebenso die Schwierigkeiten, ein Weingut im Jahr 1898 zu führen und sich mit all den Problemen auseinander zu setzen, statt vor ihnen davonzulaufen.

Die Geschichte ist gut geschrieben, und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Leider haben mich die Figuren emotional nicht immer erreicht. Ganz auf der Strecke blieben die Gefühle jedoch nicht. Man merkt beim Lesen, wie intensiv sich Autorin Petra Durst-Benning mit der Materie, der Landschaft und Gesellschaft, auseinander gesetzt hat. Beim Lesen fühlte ich mich in die damalige Jahrhundertwende versetzt. Als Ergänzung liefert das Buch zwischendurch Illustrationen, die zum besseren Verständnis der damaligen Arbeit der Champagnerherstellung beitragen.

„Die Champagnerkönigin“ ist der zweite Teil einer Triologie, kann aber unabhängig vom ersten Teil, „Solange die Welt noch schläft“, gelesen werden. Die Hintergründe zu Isabelle und ihren beiden Freundinnen versteht der Leser jedoch besser, wenn er den ersten Teil kennt.

Hier erwartet den Leser ein schöner, historischer Roman, der für vergnügliche und entspannende Lesestunden steht.

Verlag: Ullstein Buchverlage GmbH
Seiten: 528
Ersterscheinung 2013
ISBN: 978-3-471-35058-4

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen

Bereits gelesen:
» Solang die Welt noch schläft