Der Kuss

von Olivia Kleinknecht

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© Olivia Kleinknecht

Eine einsame 90-jährige Frau besitzt alte Briefe, die ihr einst der berühmte Regisseur Angelotti geschrieben hat. Darin berichtet er von seinen Eskapaden und Misserfolgen. In diesen Briefen wird dessen spezieller Charakter deutlich. Die alte Dame hat bereits mit ihrem Leben abgeschlossen, und neben dem Fernseher sind die Briefe Angelottis ihr einziger Lebensinhalt.

Wie auch im Vorgängerroman „Der Regisseur“ ist er eine unangenehme Figur. Trotzdem gibt es in seinen Briefen die ein oder andere Passage, die den Leser zum Nachdenken anregt. Sympathischer ist dagegen die alte Dame. Sie hat ihr Leben gelebt und hat außer diesen Briefen, von denen sie jeden Tag welche liest, nichts mehr. Autorin Olivia Kleinknecht schildert auch, wie es in ihrer Wohnung aussieht, welche sich durchaus auch mit dem Innenleben der alten Dame vergleichen lässt.

Auf Amazon wird dieses Buch als „Psychogramm“ bezeichnet. Dies ist meiner Meinung nach ein passender Begriff. Die Geschichte ist so speziell, dass ich sie keinem bestimmten Genre eindeutig zuordnen kann. Auch gibt es keinen Spannungsbogen im klassischen Sinne. Es sind die leisen Töne zwischen den Zeilen, die zum Weiterlesen anregen. Im Grunde analysiert jeder Leser für sich selbst die beiden Figuren und zieht sein eigenes Fazit daraus. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der einmal „anders“ lesen möchte.

» Leseprobe

Ich danke der Autorin Olivia Kleinknecht für die Zusendung dieses E-Book Rezensionsexemplars.

Dateigröße: 1.686 KB (ASIN: B01B6J2RZ4) und ist über die bekannten Online-Plattformen zu beziehen.

4 von 5 Schmetterlingen
4 von 5 Schmetterlingen

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