Der innere Zirkel

von Ian Smith (Originaltitel: „The Blackbird Papers“ // Übersetzung: Peter A. Schmidt)

20180727 rezensionDer berühmte Nobelpreisträger Wilson Bledsoe wird ermordet aufgefunden. Dem Professor wurde das Wort „NIGGER“ in die Brust geritzt. Alles deutet darauf hin, dass er von Rassisten ermordet wurde. Sein Bruder, FBI-Agent Sterling Bledsoe, bezweifelt dies. Er nimmt die Ermittlungen auf, und sein Gefühl täuscht ihn nicht. Ein geheimes Projekt, auf welches Wilson gestoßen ist, war sein Todesurteil.

Lange Zeit geht es um das Verschwinden und den späteren Tod von Wilson Bledsoe. Daneben gibt es viele Rückblicke, damit der Leser das Verhältnis der beiden Brüder besser verstehen kann. Erst danach gewinnt der Roman an Fahrt. Viele, teilweise unvorhersehbare Wendungen folgen in immer kürzeren Abständen. Ich muss sagen, fast alle Vermutungen, die ich im Verlauf der Geschichte hatte, erwiesen sich als komplett falsch oder als Sackgasse. Das schafft nicht jeder Thriller bei mir.

Besonders die Hauptfigur Sterling Bledsoe ist gut ausgearbeitet und erreicht den Leser. Dieser Charakter stellt jedoch alle anderen in den Schatten, da hätte manche Nebenfigur besser ausgearbeitet sein können. Der Thriller liest sich gut und flüssig. Ein latentes Kribbeln ist beim Lesen fast durchgehend vorhanden.

„Der innere Zirkel“ ist eine spannende, realitätsnahe Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Der deutscher Titel hätte sich besser mehr an dem Originaltitel orientiert. Dies wäre passender zum Inhalt gewesen. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 462
1. Auflage November 2005
ISBN: 3-404-15405-3

4 von 5 Schmetterlingen
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