Das Geschenk

von Sebastian Fitzek

20180727 rezensionAls Analphabet schlägt sich Milan Berg mehr schlecht als recht durchs Leben. Eines Tages steht er an einer Ampel. Neben ihm hält ein Auto. Das Mädchen auf dem Rücksitz drückt einen Zettel an die Scheibe und scheint Hilfe zu brauchen. Doch Milan kann die Botschaft nicht entziffern. Trotzdem möchte er ihr helfen und verfolgt das Auto. Hätte er geahnt, auf welche Wahrheiten er stoßen würde, hätte er mit Sicherheit an der Ampel seinen gewohnten Weg fortgesetzt. Die Wahrheit kann grausam sein, und sie nicht zu kennen, ein wahres Geschenk.

Gut ausgearbeitete Figuren und eine Geschichte, die nur langsam Schicht für Schicht einen Teil der Wahrheit enthüllt. Immer wieder stellt sich die Frage, ob man diese wirklich wissen möchte. Gemeinsam mit Milan erlebt der Leser viele Wendungen und Veränderungen. Der Leser bekommt auch einen guten Einblick in Milans Leben und wie es ist, in einer Welt, die nur aus kryptischen Zeichen zu bestehen scheint, klar zu kommen – oder auch nicht.

Von Kapitel zu Kapitel steigt die Spannung, und das Kopfkino kommt immer mehr in Fahrt. Geschickt nimmt Sebastian Fitzek an einigen Stellen das Tempo heraus, nur um kurz darauf wieder Gas zu geben.

Kaum zu glauben, aber „mein Fitzek“ ist wieder da. Zwar haben mir seine letzten Bücher gut gefallen, aber es fehlte ihnen das gewisse Feeling, was für mich ein perfektes „Fitzek-Buch“ haben muss. Mit „Das Geschenk“ ist es endlich wieder da.

„Das Geschenk“ ist eine geniale Geschichte, welche auch einige Fragen aufwirft. Lange nach Beendigung des Buches geistern diese noch durch die Gedanken. Ein Psychothriller, der diesen Namen verdient hat, genau das ist dieses Buch.

Verlag: Droemer Verlag
Seiten: 368
Auflage Oktober 2019
ISBN: 978-3-426-28154-3

5 von 5 Schmetterlingen
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