Den Klaren sieht die Leber nicht – Männerleben auf dem Lande

von Dietmar Wischmeyer

20180727 rezensionDietmar Wischmeyer berichtet als „Günther, der Treckerfahrer“ vom Leben auf dem Land. Günther klärt auf über die harte Realität und raue Sitten, die auf dem Land herrschen.

Wie bereits der Titel erahnen lässt, ist das Buch sehr „promillelastig“. Was einerseits belustigend ist, andererseits aber auch schnell das Bild vermittelt, dass Männer auf dem Lande bereits vor ihrem Tode gut konserviert sind. Er treibt es vielleicht auf die Spitze, aber niemals ohne zu übertreiben.

Günther erzählt frei heraus, und dadurch wird das Lesen etwas erschwert. Jedoch sorgt es dafür, dass man als Leser das Gefühl bekommt, mit ihm zusammen auf seinem Hof gemütlich den Tag ausklingen zu lassen. Natürlich nicht ohne einen Klaren auf dem Tisch oder ein kühles Blondes, je nach Gusto. Zwischendurch gibt es „Bauernweisheiten“, welche auch nicht allzu ernst zu nehmen sind. Dazu lockern Fotos mit Motiven des Landlebens Günthers Erzählungen auf.

Feministinnen sollten von diesem Buch lieber die Finger lassen. Aber dafür dürfte bereits der Buchtitel sorgen. Frauen, insbesondere Ehefrauen, erhalten im Buch spezielle Bezeichnungen, und der Umgang mit ihnen ist eher eine raue, besondere Art. Ich konnte darüber lachen und fand es witzig. Es passt einfach zu diesem Günter und wie er die Welt sieht.

„Den Klaren sieht die Leber nicht – Männerleben auf dem Lande“ ist ein schönes Buch für vergnügliche Lesestunden. Ich empfehle es gerne weiter.

Verlag: Lappan Verlag
Seiten: 125
Auflage 2016
ISBN: 978-3-8303-3421-7

4 von 5 Schmetterlingen
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